Erleichterung bei Schubert nach erfolgreicher Kanu-Quali

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Sebastian Schubert

HAMM - Als die nationale Qualifikation der Slalom-Kanuten in Augsburg beendet war, nahm sich Sebastian Schubert eine Auszeit. „Bis Donnerstag werde ich jetzt erst einmal nur relaxen“, sagte der Weltklassefahrer des Kanu-Rings Hamm. „Dann steige ich wieder voll ins Training ein.“

Seine Nominierung für das Nationalteam am Montagabend durch den Trainerrat des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) war ohnehin nur noch reine Formsache. Denn ungewohnt früh stand für Schubert fest, dass er auch in diesem Jahr wieder zur Mannschaft gehören würde, die neben den fünf Weltcup-Rennen auch bei den Europa- und Weltmeisterschaften an den Start gehen wird.

Nach seiner starken Vorstellung in den ersten beiden Qualifikations-Rennen in Leipzig reichte dem Hammer zum Auftakt des zweiten Quali-Wochenendes auf dem Augsburger Eiskanal im dritten Rennen der zweite Rang, um seinen Platz im Kader bereits sicher zu haben. Entsprechend locker konnte der 26-jährige Hammer das vierte und letzte Rennen der nationalen Ausscheidung angehen. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich schon so früh durch war“, sagte Schubert. „Denn das waren zwei sehr anspruchsvolle und stressige Wochenenden in Leipzig und Augsburg. Da hast du nicht so viel Zeit, um mal abzuschalten. Das letzte Rennen habe ich so schon als Trainingseinheit genutzt.“

Daraus, dass die nationalen Qualifikationsfahrten nicht gerade zu seinen Lieblingswettbewerben gehören, macht Schubert kein Geheimnis. „Eigentlich ist das kein Highlight“, sagt er. „Aber wenn du es dort nicht schaffst, dann ist die Saison bereits zuende – daher ist es extrem wichtig, zumindest den vierten Platz und damit die Teilnahme an den Weltcuprennen sicher zu haben.“

Auch wenn der Weltcup in diesem Jahr für den Wahl-Augsburger nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht. Zweimal in Folge hat Schubert zuletzt den Gesamt-Weltcup nach Hamm geholt – jetzt setzt er andere Schwerpunkte. „Das steht dieses Mal nicht so sehr im Fokus wie in den vergangenen beiden Jahren“, räumt er ein. „Ich werde voraussichtlich ein, zwei Rennen weglassen, um mich besser bei Trainingslagern in London auf die Weltmeisterschaft vorzubereiten. Denn mein Ziel ist es, das Optimum bei EM und WM herauszuholen.“

Die Erfolgsbilanz seiner Teamkollegin vom Kanu-Ring, Jasmin Schornberg, hat dagegen eine ordentliche Delle erhalten – ein Kollateralschaden ist durch den vierten Platz in der „Quali“ aber nicht entstanden. „Das ist schon blöd, weil Jasmin eigentlich im meinen Augen schon sehr gut und in den vier Rennen zusammen gesehen 16 Sekunden schneller war als Lisa Fritsche“, sagt Schubert. „Ihr Pech ist es, dass ein Sieg beim Punktesystem der Quali sehr viel wert ist – und so ist das schon sehr ungerecht gelaufen. Aber man kennt ja das System vorher.“ - güna

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