Entscheidung vertagt: Rhynern II und Lohauserholz 2:2

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Enges Verfolgerduell: Westfalia Rhynern II und TuS Germania Lohauserholz trennten sich 2:2.

Hamm - Im Bezirksligaspitzenspiel und dem direkten Duell um den Platz in der Landesliga-Relegationsrunde trennten sich Westfalia Rhynern II und der TuS Germania Lohauserholz 2:2 (2:1). Damit wurde die Entscheidung, wer an der Aufstiegsrunde teilnehmen und wer nach dem Ende der regulären Spielzeit in den wohlverdienten Urlaub gehen darf, vertagt.

„Die ersten 30 Minuten haben wir verpennt“, resümierte TuS-Trainer Michael Scheffler die lethargische Anfangsphase seiner Mannschaft. Folgerichtig ging Rhynern II in der 19. Minute durch Sebastian Jakob, der von Mergim Deljiu bedient wurde, mit 1:0 in Führung. Fast hätte Jakob in der 28. Minute auf 2:0 erhöht, nachdem Deljiu und Kapitän Jan Kleine den Torjäger mustergültig in Szene gesetzt hatten, doch sein Schuss streifte nur den Querbalken. Den quirligen Deljiu bekam die TuS-Abwehr einfach nicht in den Griff, und so legte er zehn Minuten vor dem Seitenwechsel nach schönem Dribbling auch das 2:0 von Andrei Lorengel auf (35.).

Rhynern schien auf dem besten Weg schon vor der Pause alles klar zu machen, da fiel wie aus dem Nichts der Hölzkener Anschlusstreffer. Serkan Adas stand goldrichtig und verwandelte einen stark herausgespielten TuS-Angriff über Daniel Riemer und Kevin Hillebrand (37.). „Wenn du mit einem 2:0-Rückstand in die Pause gehst ist es danach immer schwierig. Deshalb war es wichtig, dass wir das Tor noch vor der Halbzeit machen“ freute sich Scheffler über den Anschluss.

Nach dem Seitenwechsel erspielte sich wieder die Westfalia ein leichtes Chancenplus, ließ aber im Vergleich zur ersten Hälfte die Zielstrebigkeit im Abschluss vermissen. „In den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit hat uns der Biss gefehlt, da müssen wir dann viel konsequenter spielen“, ärgerte sich Rhynern-Trainer Thomas Schneider über die fehlende Kaltschnäuzigkeit seiner Offensivreihe.

Hölzken hatte immer noch Schwierigkeiten, seinen Top-Torjäger Timo Hilse in Szene zu setzen, da übernahm ein anderer die Initiative. Abwehrmann Chen Hennig rückte bei einem TuS-Angriff mit auf und kam 25 Meter vor dem Tor an den Ball. Anstatt querzulegen, entschloss er sich, es aus der Distanz zu versuchen, und versenkte den Ball zum 2:2 im Netz (61.).

Rhynern brauchte nicht lange um sich vom Ausgleich zu erholen. Kleine hatte schon kurz darauf die Möglichkeit, für die erneute Führung zu sorgen. Er zog in den Strafraum, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, wurde dann aber doch noch entscheidend daran gehindert, am schon geschlagenen TuS-Schlussmann Thomas Goeke vorbeizulegen (64.).

Danach war die Partie bis zur letzten Minute völlig offen. Beide Mannschaften wollten das entscheidende 3:2 erzielen. Weil aber beide Abwehrreihen auf dem Posten waren, blieb es beim 2:2. „Das war heute ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Wir sind aber weiterhin zwei Punkte im Vorteil. Unser Ziel muss es deshalb sein, den zweiten Platz zu verteidigen“, sagte Schneider und gab damit die Marschroute seiner Mannschaft vor: „Wenn wir gegen Sassenberg und Lippstadt sechs Punkte holen, dann bleiben wir Zweiter.“

Scheffler hingegen muss auf einen Ausrutscher von Rhynern hoffen, reagierte aber entspannt auf die weiterhin ungewisse Situation: „Wir nehmen es wie es kommt.“ - csp

Westfalia Rhynern II: Eul – Ebel, Köhler, Pahnreck, Rosemeyer – J. Michler, Lorengel (80. M. Michler), Gkikas, Deljiu, Kleine (89. Seludko) – Jakob (66. Jashari)

Germania Lohauserholz: Goeke – C. Hennig, Bockelbrink, Idczak, Wojciech – Wichert (46. Hübert), Hillebrand (76. F. Hennig), Adas, Riemer – Uzungelis (60. Kola), Hilse

Tore: 1:0 Jakob (19.), 2:0 Lorengel (35.), 2:1 Adas (37.), 2:2 C. Hennig (61.)

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