Eishockey

Entscheidung über Oberliga-Lizenz für die Hammer Eisbären steht fest

Die Hammer Eisbären dürfen in der Oberliga antreten.
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Die Hammer Eisbären dürfen in der Oberliga antreten.

Für Jan Koch war es keine Überraschung. Die Hammer Eisbären haben vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) die Lizenz für die Oberliga Nord gleich im ersten Anlauf erhalten.

Hamm - „Wir waren in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich“, betonte der Manager der Hammer Eisbären, „weil wir sehr vernünftig und realistisch geplant haben.“

Allerdings haben bisher nur elf von 13 Vereinen die positive Nachricht aus der DEB-Zentrale in München bekommen. Den IceFighters aus Leipzig und den Hannover Indians wurde die Spielberechtigung für die drittehöchste deutsche Spielklasse vom Verband verweigert. „Wir waren auf einem guten Weg zu unserer zukünftig angestrebten Oberliga-Sollstärke von je 14 Mannschaften. Daher ist das Ergebnis des Zulassungsverfahrens ein herber Rückschlag, den wir gerne vermieden hätten. Auch im Spielplan sind nun leider Anpassungen nötig“, sagte der für den Oberliga-Spielbetrieb zuständige DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. 

„Die aufgetretenen Probleme stehen nach unserer Beurteilung nicht in Verbindung zur derzeitigen Krisensituation und haben ihren Ursprung in der Vergangenheit. Selbst mit sehr viel Nachsicht war uns kein anderer Beschluss möglich“, erklärte Hindelang die Gründe für die Ablehnungen. Die Vereine können nun innerhalb von zwei Wochen ein Nachprüfverfahren beantragen, dann beim Spielgericht vorsprechen und ihre Versäumnisse begründen und gegebenenfalls korrigieren.

Leipzig und Hannover reagieren geschockt

Die Verantwortlichen der IceFighters aus Leipzig reagierten geschockt. Für Geschäftsführer Andre Krüll waren die Begründungen, auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, nur schwer nachvollziehbar. „Uns erreichten direkt nach Bekanntgabe der Zulassungen die Zusprüche der anderen Klubs, dass man den DEB auffordern werde, die Zulassungsentscheidungen noch einmal zu prüfen und in den Dialog mit uns zu treten”, wird Krüll auf der Internetseite des Vereins zitiert. Unverständnis auch bei den Hannover Indians, die nach eigener Angabe keine finanziellen Probleme haben und die vergangene Oberliga-Saison sogar mit einem fünfstelligen Plus beendeten. Während die Leipziger das Gespräch suchen wollen, kündigten die Offiziellen der Niedersachsen sogar eine Klage gegen die Entscheidung vor dem DEB-Spielgericht an.

„Für unsere Planungen ist das jetzt erst einmal wieder schlecht, weil es gleich zwei Fragezeichen gibt“, kommentierte Eisbären-Manager Koch die Lizenzverweigerungen. „Jeder Verein ist natürlich für sich selbst verantwortlich. Daher kenn ich die Gründe für diese Entscheidung nicht“, erklärte Koch. „Da wir Vereine untereinander aber einen guten Draht haben weiß ich, dass beide Klubs mit allen Mitteln um die Zulassung kämpfen werden.“

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