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Entscheidung steht: Hammer Eisbären können nicht aus der Oberliga absteigen

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Von: Benedikt Ophaus

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Die Hammer Eisbären treten auch in der kommenden Saison in der Oberliga Nord an.
Die Hammer Eisbären treten auch in der kommenden Saison in der Oberliga Nord an. © Robert Szkudlarek

Die Hammer Eisbären haben Gewissheit: Sie werden am Ende dieser Saison nicht aus der Eishockey-Oberliga Nord absteigen können.

Hamm - Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat am Freitagmittag mitgeteilt, dass der Abstieg am Ende dieser Spielzeit in der Oberliga Nord und Süd erneut ausgesetzt wird. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit den beteiligten Klubs, den Landesverbänden und „nach eingehender Prüfung der aktuellen Lage“ getroffen worden.

Ausschlaggebender Grund für diesen Schritt ist die Corona-Pandemie. Zahlreiche Spielausfälle hatten vor allem in der Omikron-Welle für verzerrte Tabellenbilder gesorgt. Zudem sieht der DEB „die Gefahren einer weiteren Verschlechterung der ökonomischen Situation mancher Oberligisten“.

Eisbären verkaufen sich gut in Leipzig - späte 3:5-Niederlage

Stark verkauft und doch verloren: 45 Minuten hatten die Hammer Eisbären vor 1048 Zuschauern im Freitagsspiel beim Tabellensiebten Icefighters Leipzig alle Chancen auf den Sieg – dann setzten sich die Hausherren doch noch durch. Ian Farrell sorgte für die Führung der favorisierten Gastgeber. Chris Schutz gelang der Ausgleich (15.) – nach einem Konter und in in Unterzahl. „Leipzig hat mehr vom Spiel, aber wir machen das ordentlich“, lautete das Zwischenfazit von Eisbären-Manager Jan Koch. Doch es kam noch besser: Nach Vorarbeit von Jesse Roach und Kyle Brothers traf erneut Schutz zum 1:2 (42.). Joonas Riekkinen glich zu Beginn des letzten Durchgangs zum 2:2 aus, Jesse Roach schlug noch einmal nach Vorarbeit von Schutz zum 3:2 für die Eisbären zurück (45.). Jonas Walter glich erneut aus (48.). „Und danach ging es ein bisschen dahin“, sagte Koch, der mit ansehen musste, wie Farrell (53.) und Tim Heyter (60.) zum 5:3-Endstand trafen. güna

„Die beiden professionellen Oberligen sind die Grenze zum Amateurbereich. Da greifen andere Mechanismen als zwischen DEL und DEL2”, sagt DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. „Wir müssen hier sehr behutsam agieren und tragen mit dieser Entscheidung den schwierigen pandemiebedingten Verhältnissen Rechnung.”

Eisbären stehen am Tabellenende

Die bereits angesetzten Abstiegsrunden der beiden Oberligen werden ersatzlos gestrichen. Eine gute Nachricht für das abgeschlagene Schlusslicht Hamm. Die Eisbären wären nach dem bisherigen Saisonverlauf als Außenseiter in die Vierer-Runde gestartet. So aber hat der Klub Planungssicherheit für ein weiteres Jahr in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. In der aktuellen Spielzeit werden die Hammer um Coach Jeff Job nur noch die bis zum 11. März angesetzten Spiele absolvieren.

Der Aufstieg in die DEL2 ist unterdessen weiterhin möglich. Ebenso der Sprung in die Oberligen. Beides, so der DEB, werde über den geregelten Playoff-Modus ausgespielt.

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