Handball

ASV Hamm-Westfalen entzaubert Spitzenreiter HSV

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Jubeltanz - der ASV gewann das Topduell in Hamburg.

Der Tabellenführer ist entzaubert: Mit 26:32 (15:12) setzte sich Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen vor 2 725 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg beim bislang Verlustpunkt freien HSV Hamburg durch – und übernahm selbst wieder die Tabellenführung.

„Ich wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden“, sagte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel vor der Begegnung. Dass es am Ende sogar zwei Punkte wurden, freute ihn um so mehr. Beeindruckende Stimmung herrschte in der gut gefüllten Sporthalle Hamburg zu Beginn. Mit rhythmischer Klatschpappen-Akustik sorgten die Fans für eine prächtige Atmosphäre in der Halle, in der bei den Gästen Sören Südmeier seine Knieverletzung auskuriert hatte und gleich begann. Oliver Milde saß zumindest auf der Bank, während Vyron Papadopoulos erneut nicht mitgefahren war.

Er verpasste gerade in der Anfangsphase eine sehr intensiv geführte Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Und in der sich die der ASV erst einmal an die Umgebung gewöhnen musste. Die ersten beiden Angriffe fing Hamburg ab, ging so durch Thies Bergemann in Führung (3.). Doch dann brach Stefan Lex in der vierten Minute den Bann. Und Fabian Huesmann legte kurz drauf zur ASV-Führung nach (1:2/4.).

Jetzt war das Rothenpieler-Team in der Partie und die Abtastphase vorbei. Es entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste vor allem in der Defensive durch große Beweglichkeit glänzten. Der Spitzenreiter hatte so viel Mühe, zu Toren zu kommen, während es auf der anderen Seite der ASV allerdings in den ersten zehn Minuten ebenfalls schwer hatte, ein Durchkommen zu finden.

100-Prozent-Serie von Huesmann

Erst eine kleine Serie von Fabian Huesmann brachte den Gästen ein kleines Polster ein. Drei Treffer in Folge erzielte der Linksaußen zum 5:8 (12.). Der ASV hatte sich einen psychologischen Vorteil erarbeitet, dem auch zwei Siebenmetertreffer von Niklas Weller in der Folge nichts anhaben konnten (7:8/15.).

Denn selbst, als sich Marten Franke kurz darauf verletzte und humpelnd vom Feld musste, kam kein Bruch ins Hammer Spiel. Im Gegenteil: Ersatzmann Jan Pretzewofsky fügte sich sofort mit einem Treffer ein – der Drei-Tore-Vorsprung war beim 7:10 (19.) wieder hergestellt.

Und hatte in der Folge bis zur Pause Bestand. Weil die ASV-Deckung nicht nachließ. Weil Felix Storbeck im Tor ein sicherer Rückhalt war. Und weil Huesmann einen Sahnetag erwischt hatte. Acht Wurfversuche vor der Pause, acht Treffer – eine 100-Prozent-Ausbeute, die das 12:15 zur Pause sichern half.

Nach dem Wechsel machte Hamm da weiter, wo es vorher aufgehört hatte. Vor allem Südmeier nahm jetzt das Heft des Handelns in die Hand. Sechs der ersten sieben Treffer nach der Pause gingen auf sein Konto und hielten Hamburg auf Distanz (19:23/37.).

Zwölf Minuten vor dem Ende wurde es allerdings brenzlig, als Dominik Axmann auf 24:26 verkürzte. Die Halle war wieder da, die ASV-Souveränität weg und die Hammer Bank wurde nervöser. Ein verwandelter Siebenmeter von Huesmann und ein Dreher von Lex brachten den Vier-Tore-Vorsprung zurück (25:29/54.) Und als der mittlerweile eingewechselte Oliver Krechel anschließend seinen ersten Ball parierte, hatte Hamm alle Karten in der Hand. Und gab sie dieses Mal auch nicht mehr aus der Hand.

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