Handball

So abrupt endete die Partie des ASV Hamm-Westfalen beim HC Elbflorenz in Dresden

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Jan Brosch

Neun Stunden dauerte die Anreise nach Dresden für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen. Nach nur 16 Minuten war das Spiel der Mannschaft beim HC Elbflorenz wieder beendet. 

Dresden - Ein verunreinigter Hallenboden in der Dresdner BallSport Arena sorgte dafür, dass die Schiedsrichter Lutz Pittner und Christian Moles die Partie beim Spielstand von 6:6 abbrechen mussten. Als zu glatt empfanden die beiden das Geläuf, als zu groß das Risiko für die Spieler.

 Sie ernteten von den Gastgebern zähneknirschendes Verständnis, von den ASV-Vertretern Zustimmung und von den 2000 Zuschauern gellende Pfiffe. 

Das Problem: Am Tag zuvor hatte in der Halle ein Volleyballspiel stattgefunden. Die Abdeckungen für die Stangen des Volleyballnetzes sprangen im Nachhinein aber immer wieder hoch, so dass der Hallenbetreiber versucht hatte, die Platten mit Silikon zu befestigen. 

Ein Fehler. Denn die Silikonmasse drang während der Partie zwischen Dresden und dem ASV immer wieder durch die Ritzen und sorgte dafür, dass die Akteure keinen festen Halt auf dem Boden fanden. "Wenn du auf so einer Stelle landest, hast du keine Chance", war ASV-Akteur Lukas Blohme froh, dass die Partie letztlich abgebrochen wurde. "Das reißt dir ja sonst das Knie weg."

 Während sich sein Kollege Fabian Huesmann so kurz nach dem Spiel noch keine Gedanken darüber gemacht hat, ob es ein Wiederholungsspiel geben könne, gab ASV-Geschäftsführer Franz Dressel zu bedenken, dass "der Spielplan das ja gar nicht hergibt. Daher kann ich es mir nur schwer vorstellen, dass wir freiwillig noch einmal herkommen."

Schon eine Stunde vor Beginn der Begegnung hatten die Unparteiischen das Geläuf in der Halle moniert. Eine Putzkolonne hatte anschließend versucht, die Probleme zu beheben. Erfolglos. Nur wenige Minuten nach Anpfiff "war der Bereich um die Abdeckungen im Boden erneut sehr rutschig", erklärte Pittner, der nach der Partie den Spielbericht verfasste. "Nachdem erneute Reinigungsversuche keine Besserung brachten, wurde das Spiel abgebrochen."

 "Was nun genau passiert, kann ich nur mutmaßen", sagte Dresdens Co-Trainer Rico Göde. "Das war eine harte Entscheidung, aber die Gesundheit der Spieler geht vor." 

Eine Entscheidung über die Wertung wird es wohl erst am Mittwoch geben. Denn Spielleiter Andreas Wäschenbach, der direkt nach der Partie informiert worden ist, befindet sich derzeit im Slkiurlaub und will erst nach seiner Rückkehr die Entscheidungsfindung einleiten. ASV-Coach Kay Rothenpieler hätte die Partie "gerne zuende gebracht, wenn die Probleme behoben worden wären. Denn wir waren gut im Match und hatten ein sehr gutes Gefühl." Das dürfte sich am Grünen Tisch nicht groß ändern.

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