Handball 

Packendes Westfalenderby zwischen ASV Hamm-Westfalen und TV Emsdetten

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Umarmung unter Freunden: Die ASVer Stefan Lex (von links) und Jakob Schwabe bearbeiten ihren künftigen Teamkollegen Merten Krings.

2069 Zuschauer, prächtige Stimmung in der Halle und ein lange umkämpftes Spiel - das Westfalen-Derby der 2. Handball-Bundesliga hielt, was sich die Fans davon versprochen hatten. Am Ende bejubelte Gastgeber ASV Hamm-Westfalen einen 27:25 (12:10)-Sieg gegen den TV Emsdetten und hält damit weiter Kontakt zum Tabellendritten HSC Coburg. 

Hamm - Spannend gestaltete sich im Vorfeld der Partie, wie ASV-Coach Kay Rothenpieler den Ausfall von Oliver Milde kompensieren würde. Der Rückraumlinke hatte sich im Training einen Bänderriss im Knöchel zugezogen und fällt voraussichtlich zwei Wochen aus. Die Antwort war zunächst die am nächsten liegende. Abwehrspezialist Markus Fuchs erhielt vorne auch seine Einsatzzeiten. Zudem hatte der Hammer Trainer für alle Eventualitäten neben Rechtsaußen Jan Pretzewofsky auch Rückraumakteur David Spiekermann in seinen Kader berufen.   

Und Fuchs führte sich im Angriff blendend ein Gleich die ersten beiden Hammer Treffer gingen auf sein Konto. In einer Partie, in der beide Mannschaften zunächst auf eine defensive 6:0-Deckung setzten. Als Vyron Papadopoulos dann schnell die erste Zwei-Tore-Führung zum 3:1 des ASV per Tempogegenstoß erzielte (8.), war der perfekte Start gelungen. Doch die Gäste waren nicht gewillt, sich zu diesem frühen Zeitpunkt geschlagen zu geben. Insbesondere Torhüter Konstantin Madert hielt in der Startphase seine Mannschaft im Spiel, glänzte mehrfach mit guten Parden. Und vorne hatte Merten Krings "richtig Bock" auf dieses Spiel gegen seine künftigen Teamkollegen. Der Spielmacher des TVE wechselt im Sommer zum ASV und bot den Hammer Zuschauern schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was sie in der nächsten Saison erwarten wird. Allein im ersten Durchgang traf er fünfmal und glänzte zudem durch perfekte Anspiele an den Kreis. 

Krings war auch entscheidend daran beteiligt, dass Emsdetten mit einer Serie von vier Treffern in Folge zwischenzeitlich Oberwasser bekam. Plötzlich stand es 3:5 (11.) - Hamm musste aufpassen. Rothenpieler nahm ein Team-Timeout, wechselte seine Mannschaft ordentlich durch und hatte damit Erfolg. Nach 16 Minuten gelang Vyron Papadopoulos der Ausgleich zum 6:6. Und hinten machte nun Fellix Storbeck das Tor dicht. Zehn Paraden bis zur Pause ließen den ASV-Keeper über das ganze Gesicht strahlen. Und bescherten den Gastgebern eine 12.10-Pausenführung.   

Die sich nach dem Wechsel allerdings schnell in einen erneuten Rückstand umkehrte. Emsdetten kam besser aus der Kabine, erzielte drei Treffer in Folge, zwei davon durch den anderen Neu-Hammer, Marten Franke, der vor der Pause noch gar nicht in Erscheinung getreten war.

In der Folge blieb die Partie eng. Weil Madert seine Form aus Durchgang eins konstant hielt, die Gastgeber aber auch nicht mehr so konsequent im Abschluss waren und sich einige technische Fehler leisteten. Nach 37 Minuten stand es 14:16 - doch Stefan Lex und Lukas Blohme sorgten erneut für den Ausgleich (39./16:16), drei weitere Tore in Serie kurz danach durch einen sehenswerten Kempa von Blohme sowie Jan von Boenigk und Jakob Schwabe für die 19:17-Führung (47.). 

Auch in der Folge lieferten sich beide Mannschaften weiterhin einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen, die Trainer sich allerdings das eine oder andere Mal aufgrund der vergebenen Chancen vor den Toren die Haare rauften. Rothenpieler hatte Mitte des zweiten Durchgangs Lex auf Rückraum Mitte beordert, und der Linkshänder stellte die Gäste auf der Position vor einige Probleme. Zehn Minuten vor dem Ende lag der Tabellenvierte mit zwei Toren vorn (21:19) - doch erst, als Janko Bozovic drei Minuten vor dem Ende beim Stand von 26:23 den Ball ungehindert ins Aus passte, wurde auf der Tribüne der Glaube an den Sieg langsam zur Gewissheit. 

 

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