Am Ende der Kräfte: Eisbären unterliegen Frankfurt 1:6

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Tim Pietzko (links) und seine Eisbären stemmten sich vergeblich gegen die Niederlage.

HAMM -  Im fünften Spiel der Oberliga-Endrunde gingen die Hammer Eisbären zum ersten Mal leer aus. Das Team von Trainer Milan Vanek unterlag im Spitzenspiel vor mehr als 1000 Zuschauern in der Maxi-Eissporthalle den favorisierten Löwen aus Frankfurt klar mit 1:6 (0:3, 1:1, 0:2).

Die ohnehin nicht sehr großen Chancen der Gastgeber auf eine Überraschung sanken bereits vor der Partie auf ein Minimum: Ibrahim Weißleder zog sich beim Warmmachen eine Knieverletzung zu und fiel für das Duell mit dem Spitzenreiter ebenso aus wie Karl Jasik (Jochbeinbruch), Lucas Becker (Schulterverletzung) und Thomas Richter (Reha nach Hand-OP). Dafür war Routinier Andre Grein erstmals nach seiner Verletzung wieder dabei. Nicht einmal ein halbes Drittel lang hielten Hamms kleine Hoffnungen, den bislang unbesiegten Frankfurtern ein Bein zu stellen. Marton Vas mit einem Schlagschuss von der blauen Linie (9.), Frederik Gradl (12.) und Christopher Stanley (13.) zerstörten mit ihren Treffern zur verdienten 3:0-Führung innerhalb von nur vier Minuten alle Träume der Eisbären, für die Joseph Lewis die beste Chance hatte. Er scheiterte jedoch am Torhüter (19.).

Im Mitteldrittel ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen. Dennoch erhöhten sie durch einen platzierten Schuss von Clarke Breitkreuz (27.) auf 4:0. Sechs Minuten später verhinderte der Pfosten den fünften Frankfurter Treffer durch James Jarvis. In der Schlussphase des zweiten Abschnitts lief es besser für die Gastgeber. Nach einem Foul von Frankfurts Landon Gare an dem allein aufs Tor zustrebenden Dennis Palka gab es eine Zwei-Minuten-Strafe. Die Überzahl nutzte Michel Maaßen aus. Er schob die Scheibe nach Vorarbeit von Igor Bacek und Igor Furda zwischen den Schonern des Löwen-Goalies hindurch zum 1:4 ins Netz (38.). Nur eine Minute später verhinderte Hamms starker Torwart Christian Wendler nach Stanleys Solo das 1:5 (39.).

Im Schlussdrittel waren die Gastgeber nach drei Partien binnen vier Tagen stehend K.o. Vor allem Wendler hatten sie es zu verdanken, dass sie in den letzten 20 Minuten nur zwei weitere Gegentreffer kassierten. Zunächst bot sich jedoch Hamm die große Chance zu verkürzen, nachdem zwei Frankfurter auf die Strafbank mussten. Doch die Hessen überstanden die 3:5-Unterzahl und legten in der Schlussphase durch Tore von Richard Müller (52.) und Breitkreuz (60./Bauerntrick) zum 1:6-Endstand nach. - fl

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