Rhynern im Pokal in Kaiserau nur mit Mühe weiter

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Adem Cabuk setzt sich gegen einen Kaiserauer Verteidiger durch.

KAMEN - Es war keine Ruhmestat, die Fußball-Oberligist SV Westfalia Rhynern am Mittwochabend vollbrachte. Lediglich mit 2:0 (1:0) setzte sich die Papenloh-Elf, die allerdings nur eine B-Mannschaft war, in der dritten Runde des Kreispokals beim Bezirksligisten SuS Kaiserau durch. „Zumindest das Ziel, im Pokal weiter zu kommen, haben wir erreicht. Mehr aber auch nicht”, meinte Rhynerns Trainer Björn Mehnert nach der Partie.

Mehnert hatte die Mannschaft im Vergleich zum Oberliga-Heimspiel gegen den SC Roland Beckum gleich auf zehn Positionen verändert. Als letzter Mohikaner war lediglich Matteo Fichera übrig geblieben, der gestern erneut im Angriff auflief, jedoch wie schon am vergangenen Sonntag kaum gefährliche Szenen hatte. Und seine wenigen Torchancen vergab. Aber auch der Rest der Mannschaft tat sich sehr schwer, fand keinen Rhythmus und keine Sicherheit. Zwar waren die Rhyneraner auf dem Kunstrasenplatz an der Jahnstraße in Kaiserau das klar überlegene Team. Doch rechter Spielfluss wollte kaum einmal aufkommen – eine Tatsache, die Mehnert sehr ärgerte. „Die Jungs haben Ansprüche, wollen Oberliga spielen. Aber ich habe kaum einen gesehen, der sich aufgedrängt hat. Dabei ist nach zwei Niederlagen in der Meisterschaft die Chance deutlich größer, ins Team zu rutschen. Aber dann muss man sich anders präsentieren, darf nicht so viele Fehler machen – egal, ob man gegen einen Kreis-, Bezirks- oder einen Bundesligisten spielt”, kritisierte Rhynerns Trainer.

So dauerte es bis zur 17. Minute, ehe es vor dem Tor der Gastgeber das erste Mal gefährlich wurde. Doch der 25-m-Schuss von Tim Neumann klatschte an die Latte. Auch Thanh-Tan Tran, der nach seinem Wechsel von der Hammer SpVg und nach überstandener Verletzung erstmals in einem Pflichtspiel für die Westfalia auflief, hatte wenig später kein Glück. Allerdings war er auch ein wenig zu eigensinnig, als er es im Strafraum der Kaiserauer auf eigene Faust probierte und dann abgeblockt wurde.

Nachdem dann auch Adem Cabuk freistehend an SuS-Keeper Sascha Beher gescheitert war (36.), war es David Schmidt vorbehalten, die 1:0-Führung zu markieren. Von der Strafraumgrenze aus war der Innenverteidiger, der gestern das Team als Kapitän aufs Feld geführt hatte, mit einem Flachschuss erfolgreich (37.). In der Defensive war Schmidt genauso wie seine Mannschaftskollegen kaum gefordert worden. Und das änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Die Rhyneraner bestimmten das Geschehen, ohne zwingend zu sein. Zudem ging die Westfalia auch zu fahrlässig mit den zum Spielende immer häufiger werdenden Chancen um. So wie Tran, der fein von Felix Krellmann bedient worden war, den Ball freistehend vor Beher nicht richtig traf (52.). Oder Fichera, der zuerst den SuS-Keeper aus kurzer Distanz anschoss und dann frei vergab (72., 84.), sowie Adem Cabuk, der zu früh abschloss (83.). Für die endgültige Entscheidung sorgte dann der eingewechselte Philipp Hanke mit dem 2:0 (86.). Max Wagener hatte die Chance zum 0:3, scheiterte aber an der Latte (88.). -  –pad–

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