Emre Demir verlässt die Hammer SpVg

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Sucht eine neue Herausforderung: Emre Demir.

Hamm - Mit Faysel Khmiri, Jochen Höfler, Manuel Lenz, Niklas Rieker und Danny Radke hatten in der Winterpause fünf Akteure den Fußball-Oberligisten Hammer SpVg verlassen. Jetzt müssen sich die HSV-Fans daran gewöhnen, dass ein weiterer Publikumsliebling demnächst nicht mehr das weinrote Trikot tragen wird.

Denn Emre Demir, 21 Jahre altes Eigengewächs der Hammer SpVg, wird den Verein im Sommer verlassen. „Zum 30. Juni läuft mein Vertrag aus. Danach suche ich eine neue Herausforderung“, sagte der Offensivspieler, der eine Ausbildung zum Elektriker absolviert.

Vor sieben Jahren war der in Oberaden lebende Demir vom Lüner SV in die Jugendabteilung der HSV gewechselt. Dort trumpfte er stark auf, schaffte mit dem Team zuerst den Aufstieg in die Westfalenliga, wurde dann in seiner zweiten Saison als A-Jugendlicher „hochgeschrieben“ und feierte seine ersten drei Einsätze in der Oberliga-Mannschaft. Auch als er dann ab Sommer 2013 fest zum Kader der „Ersten“ gehörte, zeigte er sein Können, gehörte unter dem damaligen Trainer Goran Barjaktarevic zum festen Stamm, stand 20-mal in der Startelf und erzielte acht Tore.

„Das war schon sehr zufriedenstellend“, erinnert sich Demir an seine Premieren-Spielzeit im Seniorenbereich. Ähnlich gut lief sein zweites Jahr. In allen 34 Saisonspielen kam er zum Einsatz und markierte sechs Treffer. In der laufenden Serie warf ihn dann ein Mittelfußbruch zurück, so dass er bislang nur dreimal von Beginn an auflief, viermal eingewechselt wurde und nur einen eigenen Treffer bejubeln durfte. „Mit meiner Verletzung, dem zweiten Mittelfußbruch meiner Karriere, war das schon ärgerlich. Das hat mich die Hinrunde gekostet“, haderte Demir mit dem Schicksal.

Nun will er im Sommer zu neuen Ufern aufbrechen. Wohin es ihn ziehen wird, weiß er noch nicht. „Ich bin jetzt drei Jahre bei der HSV, das ist eine lange Zeit. Ich habe dort einige Höhe und Tiefen erlebt und bin nun heiß auf etwas Anderes“, sagt er und betont, dass es zwischen ihm und den Verantwortlichen der Hammer SpVg „keinen Konflikt“ gebe. Am liebsten würde er in die Regionalliga wechseln, weiß aber, dass er „aufgrund meiner Statistiken in dieser Saison“ keine allzu hohen Ansprüche stellen kann. „Es ist mein Traum, irgendwann mal in dieser Lliga zu spielen. Aber auch ein anderer Verein in der Oberliga ist eine super Alternative. Ich möchte einen Schritt nach dem anderen machen“, betont der 1,68 Meter große Demir, der mit seiner Wendigkeit und Antrittssschnelligkeit die gegnerischen Abwehrreihen vor viele Probleme stellen kann.

In einem Gespräch mit David Odonkor, dem Sportlichen Leiter der HSV, hat er seine Beweggründe zum Ausdruck gebracht. „Wir haben vernünftig gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich diese Entscheidung mit meiner Familie zusammen getroffen habe“, erklärt Demir. Odonkor betont, dass die Hammer SpVg „gerne mit Emre weiter gemacht hätte, wir diese Entscheidung aber akzeptieren. Wir haben vor zwei, drei Wochen mit ihm gesprochen. Aber wenn er woanders bessere Möglichkeiten sieht, dann kann ich ihm auf diesem Weg nur viel Glück wünschen.“

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