Ein Elfmeter als Türöffner zwischen Hölzken und SVE

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Verpasste hier knapp das Ziel: Serkan Adas.

Hamm - 65 Minuten lang war die Bezirksliga-Partie zwischen dem TuS Germania Lohauserholz und dem SVE Heessen ein Derby ohne Treffer, ohne großartige Strafraumszenen und ohne jegliche Spannung.

Dass die Hölzkener doch noch einen 2:0 (0:0)-Erfolg feierten, lag nur an einem Strafstoß, den Heessens Julian Bergholz mit seinem Foul im eigenen Sechzehner an Enes Sariman provozierte. Schiedsrichter Pasqual Schmidt (Bergkamen) zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt, Dennis Idczak markierte souverän die 1:0-Führung (66.) für den Gastgeber, und das Spiel wurde endlich ein besseres.

Die ersten Minuten der Partie gehörten den Heessenern, die in der Vorwärtsbewegunganfangs forsch agierten und sich über die Flügel mehrfach Raum erspielten. Nutzen konnten sie ihn aber nicht, so dass der Hölzkener Keeper Marcel Klemmer zunächst auch nicht geprüft wurde. Das Gleiche galt für sein Heessener Gegenüber Christoph Graf in der Folgezeit.

In der 14. Minute brachten die Hölzkener das Spielgerät erstmals in den gegnerischen Strafraum. Ein Freistoß landete bei Serkan Adas, der per Hacke für Lukas Hulboj ablegte, seinen Mitspieler aber verpasste – und somit auch die erste echte Torchance der Partie. Die bekamen die rund 80 Zuschauer aber auch dann nicht zu sehen, als der SVE im Gegenzug in Richtung des Gehäuses von Klemmer eilte. Ein Schuss von Bünyamin Uysal aus gut 17 Metern war schließlich viel zu schwach und nicht platziert genug geschossen, als dass er Klemmer wirklich in Bedrängnis hätte bringen können.

Nach einer halben Stunde hatte sich nicht viel am Geschehen verändert. Weiterhin lief das Spiel vor allem auf Höhe der Mittellinie ab. Daran änderte auch Timo Hilse, Topstürmer der Gastgeber, nichts. Der Torjäger blieb weitestgehend wirkungslos und bekam nur wenige Bälle in die Spitze gespielt. So plätscherte die wenig temporeiche Partie bis zum Abpfiff der ersten Halbzeit tor- und ereignislos dahin.

Kaum hatte der Bergkamener Referee wieder angepfiffen, legte die Germania los wie die Feuerwehr. Und erstmals wurde nun einer der beiden Keeper geprüft: Die erste dicke Chance des Spiels erarbeitete Hilse, als er auf Adas durchsteckte, der herauseilende Graf aber noch seine Finger dran bekam und zur Ecke klärte (46.). Die Zuschauer glaubten nun wohl, die Partie würde ansehnlicher werden. Das wurde sie allerdings weiterhin nicht, denn außer ein paar ungefährlichen Distanzschüssen auf beiden Seite passierte nichts.

Das änderte sich erst, als Idczak vom Punkt für die Hölzkener traf (66.). „Der Strafstoß war von uns völlig unnötig. Bis dahin waren wir gut im Spiel und ich habe an einen Punktgewinn geglaubt“, monierte Heessens Trainer Marian Christel später mit Blick auf die spielentscheidende Szene vor dem Foulelfmeter.

Mit dem 1:0 im Rücken drehte die Germania auf, und fand nun auch die spielerischen Mittel. Dass Hilse aus drei Top-Chancen nur noch eine zum 2:0-Endstand verwandelte (85.) passte zum Spiel. TuS-Coach Michael Scheffler resümierte nüchtern: „Am Ende ist es egal, ob wir 2:0 oder 5:0 gewinnen, in beiden Fällen gibt es nur drei Punkte.“ - rw

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