Tischtennis

Sportliche Gründe: Uentrop trennt sich von Spielerin

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Elena Shapovalova verlässt den TuS Uentrop

Hamm – Die Tischtennis-Saison ist beendet, und auch die die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit ist beim Tischtennis-Zweitligisten TuS Uentrop weit fortgeschritten. Das Ergebnis: Fünf der sechs Spielerinnen des Kaders werden in der nächsten Saison für den TuS an die Platte gehen. Elena Shapovalova werden die Uentroper Fans nicht mehr im TuS-Trikot sehen.

 „Ich habe Mitte Februar mit Elena gesprochen und ihr schweren Herzens mitgeteilt, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird“, sagt TuS-Trainer Alexander Daun. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, weil Elena fünf Jahre lang für uns gespielt hat. Aber wir haben uns aus sportlichen Gründen dazu entschlossen.“

Gespräche mit Neuzugängen geraten in Stocken

Denn zumindest vor der Corona-Krise war der Aufstieg in die 1. Bundesliga für Daun und die TuS-Verantwortlichen ein klar gestecktes Ziel. Und der Trainer wollte seinem Kader noch eine Spielerin an Position eins on top setzen, die auch in der 1. Liga hätte am oberen Paarkreuz antreten können und damit ein Garant dafür gewesen wäre, dass der TuS im Aufstiegsrennen ganz vorne dabei gewesen wäre. „Ich habe entsprechende Gespräche geführt“, sagt Daun. „Durch die Krise ist das aber ins Stocken geraten. Und für die Wunschkandidatin haben wir die Finanzkraft einfach nicht mehr gehabt.“

Frist bis zum 31. Mai

Nun hat der Trainer noch bis zum 31. Mai Zeit, um für das Team eine entsprechende Verstärkung zu finden – wobei er sich nicht unter Druck setzen wird. Denn während Shapovalova auf der Suche nach einem neuen Verein Unterstützung ihres ehemaligen Coaches erhält, werden die anderen Spielerinnen des aktuellen Kaders weiter im Hammer Osten aufschlagen. Die Verträge mit Bernadett Balint, Airi Avameri, Alexandra Scheld, Nadine Sillus und Pengpeng Guo wurden verlängert, so dass der TuS auch jetzt schon eine wettbewerbsfähige Mannschaft stellen kann, die in der oberen Hälfte der Liga mitmischen kann. „Pengpeng wird dabei weiter als Ersatzspielerin fungieren – so, wie sie es schon seit Jahren tut“, sagt Daun, der weiterhin auf der Suche nach einer Spielerin ist. „Da habe ich noch Optionen, aber das braucht noch Zeit.“

Freier Erstliga-Platz kein Thema in Uentrop

Verrückte Dinge wird Daun jedenfalls nicht unternehmen, um seinen Kader zu verstärken. „Wir haben noch andere Ziele, die über das Sportliche hinaus gehen“, betont er. „Bei uns muss wirtschaftlich alles gesund bleiben. Und der Kader ist ja gut.“

Dass die Uentroper noch in diesem Sommer auf den Erstligazug aufspringen werden, schließt Daun aus. Obwohl die Möglichkeit für den Tabellendritten der abgebrochenen Saison 2019/2020 bestehen würde, nachdem insgesamt drei Vereine die 1. Bundesliga aus sportlichen oder wirtschaftlichen Gründen verlassen werden. „Damit wäre noch ein Platz frei“, bestätigt Daun, erteilt der Überlegung aber gleich eine Absage. „Das würde mit unserem Kader keinen Sinn machen.“

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