Schiedsrichter ins Gesicht geschlagen

Eklat bei Ü40-Hallenfußball-Stadtmeisterschaften

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Als sich die Gemüter nach dem Spielabbruch beruhigt hatten, stellten sich die Endspielteilnehmer der Ü 40-Stadtmeisterschaften von Westfalia Rhynern und TSC Hamm zum Gruppenbild. Zum Stadtmeister wurde Rhynern erklärt.

[UPDATE] HAMM - Mit einem Eklat endete die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft der Ü 40. TSC-Spieler Erol Akyüz attackierte im Finale den Schiedsrichter.

Kurz vor dem Ende des Finalspiels zwischen Westfalia Rhynern und dem Türkischen SC Hamm kam es beim Stand von 2:2 zu einer umstrittenen Schiedsrichterleistung. TSC-Kapitän Erol Akyüz soll daraufhin den Unparteiischen Hans Westerwinter im Vorbeilaufen tätlich angegriffen haben. Westerwinter zeigte dem Spieler daraufhin die Rote Karte und brach die Begegnung anschließend ab. Rhynern wurde zum Stadtmeister erklärt.

„Ich hatte gerade auf Freistoß für Rhynern entschieden, der auch bereits ohne Proteste ausgeführt worden war, als der Spieler seitlich an mir vorbeilief und mir zunächst ins Gesicht und dann auf den Arm schlug“, schildert Westerwinter die Situation. „Das war zwar nicht besonders fest, aber dabei ist meine Brille durch die Halle und die Pfeife aus meiner Hand geflogen.“

Akyüz habe sich zwar später beim Unparteiischen entschuldigt, doch dem Drängen der Akteure, die Partie noch zuende zu bringen – es waren noch 1:11 Minuten zu spielen – wollte Westerwinter nicht nachgeben. „Wenn der Schiedsrichter geschlagen wird, kann es nicht weitergehen“, betonte er. „Die Entschuldigung habe ich zwar angenommen, aber ich werde mir erlauben, Strafanzeige zu stellen. Schließlich ist meine Brille kaputt gegangen.“ Akyüz selbst wollte sich am Abend nicht zu den Vorfällen äußern und war später für den Westfälischen Anzeiger telefonisch nicht erreichbar. Dafür nahm der TSC-Vorsitzende Veysel Cerci Stellung. „Ich habe mit Erol gesprochen“, sagte Cerci. „Und er hat mir versichert, dass er dem Schiedsrichter nur die Pfeife aus dem Mund genommen und gesagt hat, dass er am besten gar nicht mehr pfeift, weil er selbst mehrfach böse gefoult worden ist und keinen Freistoß bekommen hat. Aber auch das ist ein Verhalten, das wir verurteilen. Daher werden wir auch jedes Urteil der Spruchkammer akzeptieren.“

Im Neunmeterschießen um Platz drei hatte sich zuvor der TuS Germania Lohauserholz gegen Titelverteidiger SVE Hamm mit 4:2 durchgesetzt. Bis zum Finale hatten elf Teams in der Glückauf-Halle engagiert, aber absolut fair agiert. Die beiden Endspielgegner waren bereits in der Vorrunde aufeinander getroffen, wo die Westfalia siegreich gewesen war. Das Turnier wurde vom VfL Mark ausgerichtet, der über die erste Runde nicht hinauskam. Auffallend waren die durchweg guten Torhüterleistungen. - kri/güna

Stadtmeisterschaft Hallenfußball Ü 40

Vorrunde

Gruppe 1 SSV Hamm - SVE Herringen 3:0 TuS Germania Lohauserholz - VfL Mark 4:1 SSV - Lohauserholz 1:3 Herringen - Mark 1:0 SSV - Mark 3:0 Herringen - Lohauserholz 0:6

1. Lohauserholz 13:2 9 2. SSV 7:3 6 3. Herringen 1:9 3 4. Mark 1:8 0

Gruppe 2 SVE Hamm - TuS Uentrop 2:0 SG Bockum-Hövel - Hammer SC 3:2 SVE - Bockum-Hövel 2:1 Uentrop - HSC 4:0 SVE - HSC 3:0 Uentrop - Bockum-Hövel 4:1

1. SVE 7:1 9 2. Uentrop 8:3 6 3. Bockum-Hövel 5:8 3 4. HSC 2:10 0

Gruppe 3 Westfalia Rhynern - Hammer Spielvereinigung 3:1 Rhynern - Türkischer SC 4:2 HSV - TSC 1:4

1. Rhynern 7:3 6 2. TSC 5:5 3 3. HSV 2:7 0

Hauptrunde

Gruppe A Lohauserholz - Uentrop 5:1 Lohauserholz - Rhynern 1:4 Uentrop - Rhynern 1:5

1. Rhynern 9:2 6 2. Lohauserholz 6:5 3 3. Uentrop 2:10 0

Gruppe B SSV - SVE 2:4 SSV - TSC 2:2 SVE - TSC 0:1

1. TSC 3:2 4 2. SVE 4:3 3 3. SSV 4:6 1

Spiel um Platz 3 Lohauserholz - SVE 4:2 im Neunmeterschießen

Endspiel Rhynern TSC 2:2 Spielabbruch

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