Hammer Eisbären starten nicht in der Oberliga

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Die Fans der Hammer Eisbären dürfen sich auf keine weitere Oberliga-Saison freuen.

HAMM - Paukenschlag im Hammer Eishockey: Die Hammer Eisbären werden vom Spielbetrieb der Eishockey-Oberliga zurückgezogen.

Die teilte der Klub zusammen mit der Kenston-Unternehmensgruppe, die den Oberliga-Spielbetrieb der ersten Mannschaft übernommen hatte, am Mittwochaend in einer Pressemitteilung mit.

Grund für den drastischen Schritt sind die Differenzen zwischen der Stadt und dem Unternehmen bezüglich der Eisporthalle am Maxipark. Kenston war ursprünglich bereit, diese zu übernehmen, empfand die Forderungen seitens der Stadt allerdings als unzumutbar. Die Verwaltung wiederum wies die Vorwürfe der Kölner Gruppe zurück.

"Unzumutbare Forderungen und Aussagen"

Was folgte, war eine „Eiszeit“, eine zaghafte Annäherung mit, so Kenston, Plänen zur Anmietung der Halle – bis zum nun verkündeten Aus. Dies begründen die Eisbären und Kenston damit, dass die Maximilianpark GmbH als Betreiber der Eishalle „unzumutbare Forderungen und Aussagen vorgetragen“ habe, die die „EB Spielbetriebs GmbH dazu veranlasst haben, die Hammer Eisbären vom Oberliga Spielbetrieb (...) zurückzuziehen“.

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Die Stadt, so das Kölner Unternehmen, sei nicht bereit, Geld in die Eishalle zu investieren. Deren Zustand allerdings sei „verheerend“, so Patrick Drees, Geschäftsführer der EB Spielbetriebs GmbH, der das Verhalten der Stadt „absolut inakzeptabel“ nennt und der Verwaltung vorwirft, „dass Kenston bewusst unter Druck gesetzt werden soll, da die ‘Halle ja auf jeden fall angemietet werden muss’“.

Kenston zieht den Schlussstrich

Kenston hätte laut einer eigenen Kalkulation „120 000 Euro Aufwand (...), um die Eishalle in einem spieltauglichen Zustand anzumieten“. Zu viel für das Unternehmen, das nun einen Schlussstrich zog. „Auf der Basis dieser untragbaren Forderungen steht die Kenston Unternehmensgruppe ab sofort nicht mehr zur Sicherstellung des Spielbetriebs der Seniorenmannschaft der Hammer Eisbären zur Verfügung“, heißt es in der Mitteilung.

Inwieweit die Entwicklung auch den Stammverein der Eisbären, Lippe Hockey Hamm, betrifft, ist noch offen. Drees kündigt an, LHH „soweit wie möglich“ weiter zu unterstützen. Dessen Vorsitzender Roland Fratczak kann die Entscheidung von Kenston „absolut nachvollziehen“. - WA

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