Eishockey

Eisbären schalten wieder in den Wettkampfmodus

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In Ratingen wird am Freitag Marius Dräger zwischen den Pfosten stehen, hier rechts neben Mike Ortwein.

Hamm - Mit meist zweistelligen Siegen sind die Hammer Eisbären in den vergangenen Wochen durch die Eishockey-Regionalliga West gestürmt. Doch die Zeit der lockeren Spiele gegen Teams, die gegen den Tabellenführer oft überfordert waren, ist jetzt erst einmal vorbei. 

Bis zum Jahreswechsel stehen fast ausschließlich Begegnungen mit den Spitzenmannschaften der Liga auf dem Programm.Worüber vor allem Trainer Ralf Hoja froh ist. „Wir müssen jetzt schnell in den richtigen Wettkampfmodus schalten. Die kommenden Wochen werden zeigen, wo unsere Truppe derzeit wirklich steht.“ 

Schon am Freitagabend werden die Eisbären ab 20 Uhr bei den Ratinger Ice Aliens richtig gefordert. Die haben zuletzt immerhin beim EHC Neuwied gewonnen, dort, wo die Hammer die bisher einzige Saisonniederlage kassierten. Nach großen Startproblemen fanden die Rheinländer, in den vergangenen Jahren immer einer der stärksten Regionalligisten, wieder in die Spur. Jetzt haben sich die Ratinger im Angriff noch einmal verstärkt, kurzfristig aus Dinslaken den 29-jährigen Tschechen Michal Plichta verpflichtet. 

„Für Ratingen eine Verstärkung. Mit diesem Stürmer hatten wir immer so unsere Probleme“, meint Hoja, der selbst an diesem Wochenende wieder mit einigen Personalsorgen zu kämpfen hat. So fehlt Schlussmann Sebastian „Psycho“ May in Ratingen aus privaten Gründen. Für ihn wird Marius Dräger zwischen den Pfosten stehen. Robin Loecke hat seine leichte Gehirnerschütterung noch nicht auskuriert. Sein Einsatz wäre ein zu großes Risiko. Gleiches gilt für Ibrahim Weißleder, der immer noch nicht richtig fit ist. Weitere Untersuchungen sollen die Ursache dafür klären. „Es gibt aber bereits positive Signale“, berichtet Hoja. An die Rückkehr von Kapitän Tim Pietzko (Kahnbeinbruch) ist vermutlich erst zwischen den Feiertagen zu rechnen. Stürmer Cedric Rosier ist nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrt. Verteidiger Jonas Behrens hat sich dagegen unter der Woche gesund zurückgemeldet. 

Das Heimspiel am Sonntag gegen die Dinslakener Kobras (18.30 Uhr) wird bestimmt nicht so leicht, wie das vor einigen Wochen der Fall war, als die Eisbären die „Schlangen“ in Werries mit 16:3 deklassierten. Damals verletzte sich Torhüter Marvin Frenzel nach wenigen Minuten, konnte nur durch die erst 17-jährige Jule Cleven ersetzt werden. 

Die wird am Sonntag – wie die Kobras auf ihrer Internetseite berichten – wieder mit nach Hamm kommen, doch diesmal nur als Zuschauerin. Denn Dinslaken hat auf die Torwartmisere reagiert und zwei neue Goalies verpflichtet. Vom Oberligisten Herner EV wurde Lukas Schaffrath ausgeliehen, der mit einer Förderlizenz ausgestattet wurde und nun für beide Klubs auflaufen darf. Zudem wurde der inzwischen 37-jährige Torsten Schmitt reaktiviert. Der frühere Essener und Ratinger Schlussmann hatte seine aktive Laufbahn zwar 2011 beendet, sich aber danach in Düsseldorf fit gehalten, bei der DEG zuletzt sogar das komplette Vorbereitungsprogramm absolviert. Auch einen weiteren Verteidiger haben die Kobras gefunden. Aus Herne wurde der 21-jährige Tobias Esch als Leihgabe geholt. 

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