Ungewisse Zukunft

Soester Rückzug schockt die Regionalliga

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Auf das Duell Hammer Eisbären gegen die Soester EG müssen Eishockeyfans in der kommenden Spielzeit verzichten 

Der überraschende Rückzug der Soester Bördeindianer hat die Klubs der Eishockey-Regionalliga West in Schockstarre versetzt. Denn mit nur noch sieben startenden Mannschaften ist die vierthöchste deutsche Klasse wenig attraktiv.

Hamm – Die Soester EG hatte am Dienstag ihre erste Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet, weil es den Verantwortlichen nicht gelungen war, ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. 

Lediglich zehn Akteure standen den Bördeindianern zu Beginn der Woche zur Verfügung. Daher wollte der Verein kein Risiko eingehen. Denn es wären 25 000 Euro an Strafen und Regressforderungen zusammen gekommen, wenn die EG während des laufenden Spielbetriebes hätte abgemeldet werden müssen. 

Volle Konzentration auf die Jugendarbeit

Soest will zudem keine Mannschaft für die Bezirksliga stellen, sondern sich komplett auf die Jugendarbeit konzentrieren. Vermutlich wird sich in den kommenden Tagen auch der eine oder andere Soester Akteur bei den Eisbären anbieten, doch für Hamms Manager Jan Koch ist derzeit erst einmal wichtig, wie es überhaupt weiter geht. 

„Was nutzen uns die Spieler, wenn wir keine Gegner haben“, betont Koch. Der will sich erst einmal mit allen anderen Klubs und den Vertretern der Verbände verständigen, wie es überhaupt mit der Regionalliga weiter geht.

Liga besteht lediglich aus sieben Mannschaften 

„Die Entscheidung der Soester können wir verstehen“, erklärt Koch „auch wenn sie für uns natürlich sehr bitter ist.“ Neben den Eisbären haben nur Herford, Diez-Limburg, Neuwied, Ratingen, Neuss und Dinslaken gemeldet. Wie geplant eine Doppelrunde mit nur sieben Klubs zu spielen, macht wenig Sinn und würde nur für Langeweile sorgen. 

„Wir haben natürlich keinen Notfallplan in der Schublade. Deswegen müssen sich jetzt erst einmal die Vereine und Verbände zusammensetzen und darüber beraten, wie die Regionalliga wieder attraktiver gestaltet werden kann“, erwartet der Eisbären-Manager jetzt eine sehr interessante Woche.

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