Eishockey

Tim Pietzko geht in seine elfte Saison bei den Eisbären

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Kapitän Tim Pietzko (rechts) hat seinen Vertrag bei den Hammer Eisbären verlängert.

Der Kapitän bleibt an Bord. Tim Pietzko wird auch in der kommenden Saison das Trikot der Hammer Eisbären tragen. Nach Kevin Thau und Kevin Sven Orendorz ist er erst der dritte Spieler, der über einen Vertrag verfügt.

Hamm – Lange musste Tim Pietzko nicht überlegen, um das Angebot der Hammer Eisbären zur Vertragsverlängerung anzunehmen. Der Verteidiger wird in seine nunmehr elfte Saison beim Eishockey-Regionalligisten gehen und damit endgültig zum Dauerbrenner in Werries werden. „So konnte und wollte ich meine Laufbahn in Hamm einfach nicht beenden“, begründet der gebürtige Dortmunder seine Entscheidung, ein weiteres Jahr bei den Eisbären dranzuhängen. 

Wegen eines komplizierten Bruchs das Kahnbeinköpfchens hat der Kapitän in der vergangenen Saison lediglich zwölf Spiele in der Vorrunde und drei während der Play-offs bestritten. In der mit 1:3-verloren Finalserie gegen die Herforder Ice Dragons war er nur Zuschauer, weil er Ende Februar noch einmal an der Hand operiert werden musste.

„Das hat im doppelten Sinn schon sehr weh getan“, betont der 32-Jährige, der sich jetzt auf ein weiteres Jahr in Hamm freut. Seit 2009 trägt er bereits das Trikot von Lippe Hockey Hamm, absolvierte dabei 316 Pflichtspiele für den Verein, erzielte 43 Tore und gab 124 Vorlagen. 

Pietzko hofft, dass auch Hoja bleibt

„Vor der vergangenen Saison hatte ich ja gesagt, dass ich gerne mit dem Meistertitel aufhören möchte. Da wir es nicht geschafft haben, will ich das jetzt noch einmal versuchen“, erklärt Pietzko, der alles mit seiner Familie abgesprochen hat. „Meine Frau war sofort damit einverstanden.“ Geklärt wurde dabei aber auch, dass er seine Laufbahn in jedem Fall beendet, wenn ein zweites Kind kommt. „Wenn ich wieder Papa werde, dann widme ich mich ganz meiner Familie“, beteuert Pietzko. 

Nach Kevin Thau und Kevin Sven Orendorz ist er erst der dritte Spieler, den die Eisbären für die kommende Saison unter Vertrag haben. „Ich gehe einmal davon aus, dass ein Großteil der Leistungsträger bleiben wird“, sagt Pietzko. „Ich bin mit meiner Familie nach Hamm gezogen und fühle mich hier sehr wohl. Viele meiner Mitspieler haben das inzwischen auch gemacht, sich zudem beruflich orientiert. Die haben keinen Grund zu wechseln“, sagt der Verteidiger, der zudem darauf hofft, dass Trainer Ralf Hoja beim Regionalligisten bleiben wird. „Ich verstehe mich sehr gut mit dem Coach“, bestätigt Pietzko.

Kapitän noch im Aufbautraining

Eine Entscheidung in der Trainerfrage ist aber immer noch nicht gefallen. „Wir befinden uns weiter in Gesprächen“, erklärt Manager Jan Koch, der über eine Tendenz nicht öffentlich reden will. Dennoch drängt die Zeit, denn ein möglicher neuer Mann muss natürlich auch in die Personalplanungen mit eingebunden werden.

Pietzko will rechtzeitig zur neuen Saison wieder fit sein. Derzeit befindet er sich noch, was die Verletzung an der Hand angeht, im Aufbautraining, wird physiotherapeutisch behandelt. „Die Hand muss erst einmal wieder richtig beweglich gemacht werden“, erzählt Pietzko. „Es sieht aber schon sehr gut aus.“ Um sich körperlich fit zu halten, geht er zweimal in der Woche ins Fitnessstudio. 

Für die kommende Saison steckt er sich erneut hohe Ziele. „Zuletzt waren wir Meister, standen danach im Halbfinale und zuletzt wieder im Finale. Da muss es unser Anspruch sein, auch in der kommenden Runde wieder oben mitzumischen.“ Was das Personal angeht, macht er sich keine großen Gedanken. „Unsere Verantwortlichen werden schon wieder ein gute Truppe zusammenstellen, auch wenn die Konkurrenz erneut sehr stark sein wird.“

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