Tückische Auswärtsaufgaben

Eisbären wollen am "Feinschmecker-Wochenende" nachlegen

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Der Kapitän ist wieder an Bord: Verteidiger Tim Pietzko steht den Eisbären am Wochenende bei den Spielen in Neuss und Dinslaken wieder zur Verfügung.

Als klare Favoriten gehen die Hammer Eisbären an die kommenden Aufgaben in Neuss und Dinslaken. Trainer Ralf Hoja warnt jedoch vor einem großen Fehler.

Hamm – Der erste Saisonsieg der Hammer Eisbären mit dem 7:2-Erfolg über die Ratinger Ice Aliens hat zwar kurzfristig für große Erleichterung in Werries gesorgt, doch über den Berg ist der zu Saisonbeginn etwas kränkelnde Patient der Eishockey-Regionalliga deshalb noch lange nicht. 

Trainer Ralf Hoja schätzt die Situation weiter realistisch ein und weiß, dass seine Mannschaft gerade in den kommenden Auswärtsspielen am Freitag (20 Uhr) beim Neusser EV und am Sonntag (19 Uhr) bei den Dinslakener Kobras nachlegen muss, um im Umfeld weiter für Ruhe zu sorgen. „Vieles spielt sich auch beim Eishockey im Kopf ab“, erklärt der routinierte Coach. 

Eisbären mit großen Problemen bei vergangenen Auswärtsauftritten

„Wir müssen jetzt so langsam unseren Rhythmus finden und in die Erfolgsspur zurückkehren“, fordert Hoja in erster Linie volle Konzentration von seiner Mannschaft. Denn Hoja spricht aus der Erfahrung der Vergangenheit, wenn er behauptet, dass die beiden Auswärtsspiele bei den vermeintlich schwächeren Teams der Liga keine Selbstläufer werden. 

„In Neuss hatten wir bereits in den vergangenen Jahren große Probleme, sind dort eigentlich nie so souverän aufgetreten, wie es angesichts der Tabellensituation zu erwarten gewesen wäre“, behauptet der Trainer. Und die Dinslakener haben sich mit Spielern wie den ehemaligen Hammern Martin Benes und Tommy Kuntu-Blankson auch in spielerischer Hinsicht weiter verstärkt. 

„Feinschmecker-Wochenende zum Discounter-Preis"

„Die sind jetzt noch unangenehmer zu spielen als im Vorjahr. Da galten sie in kämpferischer Hinsicht schon als die stärkste Truppe der Klasse, jetzt können sie auch spieltechnisch auf dem Eis gegen alle Mannschaften mithalten“, erklärt der Eisbären-Coach. Dies bekam am vergangenen Wochenende schon der bisher so stark auftrumpfende Spitzenreiter EG Diez-Limburg zu spüren, der sich auf eigenem Eis gegen die Kobras nur denkbar knapp und am Ende auch etwas glücklich mit 6:5 durchsetzte. Zuvor hatte Dinslaken mit 3:2 gegen Neuss den ersten Saisonsieg gefeiert. 

Der Neusser EV, am Freitag Gastgeber der Eisbären, hat erst einen Punkt bei der 5:6-Niederlage nach Verlängerung in Ratingen errungen und ist derzeit Tabellenletzter. Die Neusser preisen die Partie gegen die Eisbären und das am Sonntag folgende Heimspiel gegen Herford auf ihrer Internetseite als „Feinschmecker-Wochenende zum Discounter-Preis an“, gewähren sie den Fans doch reduzierte Eintrittspreise. 

Ortwein und Pietzko stehen wieder zur Verfügung

Geht es nach Hoja, sollen die Hammer in erster Linie Hausmannskost auftischen. „Wir wollen erst einmal kompakt stehen und vermeiden, als Favorit ins offene Messer zu laufen und damit Räume für Konter zu bieten“, hat der Eisbären-Coach die Richtung klar vorgegeben. 

Froh ist er darüber, dass sich die Personalsituation so langsam entspannt. Der zuletzt angeschlagene Mike Ortwein und Tim Pietzko stehen wieder zur Verfügung, Kevin Sven Orendorz wird dagegen nach seinem Bänderanriss erst wieder in zwei oder drei Wochen mit dem Eistraining beginnen können.

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