Eishockey-Regionalliga: Vor dem Play-off-Finale

Was die Eisbären im Finale gegen Herford erwarten

+
Auch in der Finalserie gegen Herford hoffen die Eisbären auf ein volles Haus und auf die Unterstützung der Fans.

Durch den 5:2-Sieg über die EG Diez-Limburg im fünften Play-off-Spiel haben die Hammer Eisbären den Einzug in das Finale um die Eishockey-Meisterschaft in der Regionalliga-West perfekt gemacht. Dort trifft das Team von Trainer Ralf Hoja schon am Freitag (20 Uhr) auf den Herforder EV.

Hamm - Ein paar Umarmungen, kurz einmal die Humba mit den Fans angestimmt und ein kleines Tänzchen auf dem Eis aufgeführt – das war es auch schon in Sachen Jubel bei den Hammer Eisbären, nachdem sie nach einer nervenaufreibenden Play-off-Serie gegen die EG Diez-Limburg im fünften und entscheidenden Spiel mit dem 5:2-Erfolg den Sprung in das Finale geschafft hatten. 

„Warum sollen wir groß feiern?“, fragte Robin Loecke, der am Dienstagabend für das zwischenzeitliche 3:1 gesorgt hatte. „Wir sind unserem Ziel zwar einen Schritt näher gekommen, aber erreicht haben wir es noch nicht. Und da es bereits am Freitag weiter geht, müssen wir schnell regenerieren und uns neu konzentrieren. Denn Herford ist mit uns die stärkste Mannschaft in der Liga.“

Kuriose Halbfinal-Serie gegen EG Diez-Limburg

Am Tag nach dem Einzug in das Endspiel ließen die Hammer aber noch einmal kurz die Serie gegen die Limburger Revue passieren. Denn diese war eine überaus kuriose gewesen. Nach zwei Siegen für die Hammer mit einem starken Auftritt beim 10:4-Auswärtssieg in der zweiten Begegnung schaffte die EG den 2:2-Ausgleich, ehe die Eisbären nun am Dienstag die Oberhand behielten. 

„Wir hätten uns da einiges an Aufregung sparen können. Aber am Ende hat es ja gereicht“, sagte der zweifache Torschütze Kevin Thau, für den es aber alles andere als überraschend war, dass die Entscheidung erst im fünften Spiel gefallen war. „Die Limburger sind ein sehr unangenehmer Gegner. Wir wussten vorher schon, dass es hart wird und dass die auch nach einem 0:2-Rückstand nie aufgeben. Jetzt aber sind wir megaglücklich, dass wir das überstanden haben.“

Am Dienstag hatte es aber 20 Minuten gedauert, ehe die Eisbären auf Betriebstemperatur gewesen waren. Erst eine laute Ansprache von Trainer Ralf Hoja in der ersten Drittelpause hatte das Team aufgerüttelt und in die Spur gebracht. „Danach haben wir ein anderes Eishockey gespielt, waren selbstbewusst und hatten die nötige Kampfeslust“, erklärte Thau, während Loecke hinzufügte: „Wir haben alle gemerkt, dass es so nicht funktionieren wird und die Saison für uns vorbei ist, wenn wir so weiter machen. Im zweiten und dritten Abschnitt haben wir dann unsere PS auf die Straße gebracht.“

Eishockey Regionalliga Play-off-Halbfinale Hammer Eisbären – Diez-Limburg

Im Finale rechnen die Eisbären gegen Herford mit einer harten Nuss

Mit dem Herforder EV wartet aber nun eine noch härtere Nuss auf die Hammer Eisbären. Die Ice Dragons haben mit Job Jeffrey nicht nur einen gewieften Trainer in ihren Reihen, sondern mit Killian Hutt und Ben Skinner auch zwei überaus starke Ausländer. „Das sind für diese Liga zwei Ausnahmespieler“, stellt Thau klar, der nicht viel darauf gibt, dass die Hammer die Herforder in dieser Saison bereits viermal besiegt haben. „So etwas hat absolut nichts zu bedeuten. Die Serie geht bei Null los, jedes Team will die Meisterschaft holen.“

Entscheidend wird nach Meinung von Thau dabei der Wille sein. „Es geht nicht darum, wer die bessere Technik oder das größere Talent hat. Sondern die Mannschaft, die mehr will, wird sich am Ende durchsetzen.“ Dass dies letztlich die Eisbären sein werden, daran haben Thau und Loecke keine Zweifel. „Wir sind heiß, wollen gewinnen und gehen mit breiter Brust in dieses-Play-off-Finale. Und wenn wir 100 Prozent geben und an unser absolutes Limit gehen, dann schlägt uns keiner dreimal in einer Serie. Aber wenn wir nur 99 Prozent aufs Eis bringen, dann wird es schon eng“, erläuterte Thau – und wurde dabei von Loecke unterstützt: „Natürlich werden es die Herforder uns nicht leicht machen. Die stehen kompakt, gehen körperlich gut zur Sache, sind taktisch gut geschult und haben die zwei starken Ausländer. Das wird ein heißes Tänzchen. Aber wer es will, siegt am Ende. Und wir wollen es zu 100 Prozent.“

Neben dem Sieg hat Thau aber noch einen anderen Wunsch: „Ich denke, beide Teams haben es verdient, dass alle Spiele dieser Finalserie vor ausverkauftem Haus stattfinden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare