Eishockey-Regionalliga West

11:1! Hammer Eisbären deklassieren Lauterbach

+
Klare Sache gegen die Luchse aus Lauterbach: Oliver Kraft von den Hammer Eisbären (links).

Eine lange Anlaufzeit und ein paar deutliche Worte ihres Trainers in der ersten Drittelpause benötigten die Hammer Eisbären, um am Sonntagabend im Heimspiel der Eishockey-Regionalliga West vor 444 Zuschauern zu einem standesgemäßen 11:1 (1:1, 7:0, 3:0)-Erfolg gegen die Lauterbacher Luchse zu kommen.

Hamm - „Die Jungs haben wohl gedacht, sie schaffen das mit halber Lunge. Der zweite Abschnitt war dann okay. Ich bin froh, dass wir diese leichten Gegner jetzt nicht mehr haben“, erklärte Coach Ralf Hoja nach der Partie.

Der souveräne Tabellenführer gegen das abgeschlagene Schlusslicht – das war schon vor dem ersten Bully eine Konstellation, die nicht gerade Spannung pur versprach. Aus Sicht der Gäste wurde die Ausgangssituation fast schon dramatisch, als sich Torhüter Felix Michel beim Aufwärmen verletzte. Da die Gäste keinen weiteren Torhüter unter ihren ohnehin nur 14 mitgereisten Akteuren hatten, musste Feldspieler Roman-Leon Löwing sich der Angriffswelle des Spitzenreiters entgegenstellen. 

Eisbären im ersten Drittel mit nachlässiger Einstellung

Was Hoja nicht gefiel. „Es ist einfach nicht gut für diese Liga, wenn einige Vereine nur mit ein paar Spielern durch die Gegend fahren. Aber wir werden den Luchsen mit dem nötigen Respekt begegnen“, erklärte der Coach vor Beginn der Partie. Dabei hatte Hoja wohl nicht mit der nachlässigen Einstellung seiner Mannschaft gerechnet, die am vergangenen Freitag beim 7:4-Erfolg in Diez-Limburg noch so überzeugt hatte.

Lauterbachs Löwing machte seine Sache zwischen den Pfosten richtig gut, wurde sogar Spieler des Abends. Immerhin hielt er seinen Kasten bis zur elften Minute sauber, ehe Lukas Novacek das erste Tor für die Eisbären erzielte. Es war nicht einmal der Führungstreffer, sondern nur das 1:1, weil die Luchse nach fünf Minuten durch Jakub Zdenek einen Konter zum 0:1 abschlossen. 

Hojas Gesicht wurde im ersten Drittel immer länger, weil seine Mannschaft nicht nur überheblich, sondern zudem unkonzentriert im Abschluss agierte. „Wenn ihr jetzt einmal etwas erleben wollt, dann müsst ihr mit in die Kabine kommen“, sagte der wegen seiner Gehirnerschütterung aus dem Neuwied-Spiel schon drei Wochen pausierende Ibrahim Weißleder, der wusste, welche Predigt jetzt auf seine Teamkameraden zukam.

Predigt von Trainer Ralf Hoja in der ersten Pause

Hoja wurde in der Pause laut, und die entsprechende Reaktion der Mannschaft folgte. Die Eisbären erhöhten das Tempo, zeigten mehr Zug zum Tor. Kevin Thau gelang schnell das 2:1 (24.). Und nachdem Kevin Sven Orendorz sogar in Unterzahl das 3:1 (30.) erzielte hatte, brachen bei den Lauterbachern alle Dämme. Innerhalb von acht Minuten hieß es nach Treffern von Oliver Kraft (31. und 35.), Orendorz (33.), Michal Spacek (36.) und Jonas Hoppe (38.) 8:1 für den Spitzenreiter. Das Eisbären-Tor geriet nicht mehr in Gefahr.

Im Schlussdrittel durfte dann auch noch Hamms Goalie Nummer drei, Rene Sembach, für Marius Dräger ins Tor. Beim lockeren Schaulaufen trafen noch Thau (55.), Spacek (57.) und Cedric Rosier (59.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare