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Eisbären vor Rückkehr in den Spielbetrieb

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Von: Peter Schwennecker

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Eisbären-Manager Jan Koch  muss derzeit zahlreiche Probleme  bewältigen.
Eisbären-Manager Jan Koch muss derzeit zahlreiche Probleme bewältigen. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Beim Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären hat es an den vergangenen Tagen keine weiteren Corona-Infektionen mehr gegeben. Deshalb will das Team am Donnerstag mit der Heimpartie gegen die Hannover Scorpions wieder in das Spielgeschehen eingreifen.

Hamm – Vier Spiele mussten die Hammer Eisbären an den beiden vergangenen Wochenenden wegen der sechs Corona-Fälle innerhalb der Mannschaft aussetzen. Am Donnerstag (20 Uhr) wollen sie nach der Zwangspause mit dem Heimspiel gegen die Hannover Scorpions wieder ins Meisterschaftsgeschehen der Eishockey-Oberliga Nord eingreifen. „Stand jetzt ist es uns gelungen, die Infektionskette innerhalb des Teams zu unterbrechen“, bestätigte Manager Jan Koch.

Vor dem Heimspiel gegen die Essener Moskitos hatte es zunächst vier positive PCR-Tests gegeben, vier Tage später hatten sich zwei weitere Akteure des Kaders mit Corona infiziert. Bei allen betroffenen Spielern handelte es sich um Impfdurchbrüche. Schon in der Saison zuvor war ein Großteil der Mannschaft mit Covid-19 infiziert. In das aktuelle Spieljahr waren die Hammer mit einer komplett immunisierten Truppe gestartet.

Zwei Spieler aus der Quarantäne entlassen

Die ersten beiden Eisbären haben inzwischen die Quarantäne verlassen können, wie Koch bestätigte. „Bevor sie aber auf das Eis zurückkehren dürfen, werden sie vom Arzt noch gründlich untersucht“, beteuerte der Manager, dass die Gesundheit aller absolut im Vordergrund steht und jedes Risiko vermieden werden soll.

Daher ist noch nicht geklärt, wer am Donnerstag gegen den Tabellendritten aus der niedersächsischen Landeshauptstadt überhaupt auflaufen kann. Die gesunden Spieler haben am Dienstagabend das Training wieder aufgenommen. Deshalb kann es aus sportlicher Sicht gegen die Scorpions am Donnerstagabend in erster Linie nur um Schadensbegrenzung gehen. Die Eisbären, ohnehin abgeschlagenes Schlusslicht der Liga, gehen als krasser Außenseiter in die Partie.

Koch hofft auf schnelle Antworten

Mehr als über die sportliche Situation sorgt sich Koch derweil um die Verschärfungen der Corona-Regeln. Nicht auszuschließen, dass die Eisbären bald wieder – wie in der kompletten Saison 2020/21 – vor leeren Besucherrängen spielen müssen. Denn dem Profisport droht ein erneuter Zuschauer-Ausschluss. Das würde die Hammer in finanzieller Hinsicht hart treffen. Immerhin 563 Fans im Schnitt sorgten trotz der sportlich enttäuschenden Bilanz bisher dafür, dass die Eisbären halbwegs über die Runden kamen. Falls Zuschauer nicht mehr erlaubt wären, müsste der Oberligist erneut auf die Profi-Sporthilfe des Bundes zurückgreifen. „Die wurde zwar bereits verlängert“, erklärte Koch, „doch derzeit kann man noch keine Anträge stellen.“ Deshalb hofft der Eisbären-Manager möglichst schnell auf klare Antworten aus der Politik.

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