Eishockey

Eisbären-Coach freut sich auf Verstärkung durch Oberliga-Meister

Der neue Eisbären-Trainer Jeff Job freut sich auf Verstärkung aus der Oberliga Süd.
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Der neue Eisbären-Trainer Jeff Job freut sich auf Verstärkung aus der Oberliga Süd.

Meisterliche Verstärkung aus dem Süden für die Hammer Eisbären. Der Eishockey-Oberligist meldet die Verpflichtung von Verteidiger Maximilian Otte, der mit den Selber Wölfen den Sprung in die DEL2 schaffte.

Hamm – Wenn Jeff Job, neuer Trainer der Hammer Eisbären, derzeit die Transferbewegungen innerhalb der Eishockey-Oberliga Nord beobachtet, dann wird er schon etwas nachdenklich. Vereine wie die Hannover Scorpions, Tilburg Trappers oder Herner EV rüsten mächtig auf. „Die Scorpions haben schon zwei Blöcke unter Vertrag, die locker in der DEL2 mithalten könnten“, sagt der Kanadier. „Und auch die Herner scheinen unbedingt aufsteigen zu wollen.“

In anderen Regalen als die Top-Klubs der Liga müssen sich die Hammer Eisbären bedienen. Und dabei genau aufpassen, dass die gegenüber den Favoriten eher bescheidenen Mittel sehr sorgfältig angelegt werden. Finanzielle Fehlgriffe kann sich Manager Jan Koch nicht erlauben.

Verantwortung übernehmen

Der gab jetzt die Neuzugänge Nummer sechs und sieben bekannt. Vom Südmeister und DEL2-Aufsteiger Selber Wölfe kommt Verteidiger Maximilan Otte nach Werries. Der 22-jährige stammt aus der Nachwuchsschule der Iserlohn Roosters, spielte für die Sauerländer auch in der höchsten deutschen Nachwuchsklasse, der DNL, eher er sein Glück in der Oberliga Süd suchte. Zunächst beim Höchstadter EC, dann in Selb. Da er jetzt beim DEL2-Aufsteiger keinen weiteren Vertrag erhielt, wollte er wieder zurück in die Heimat. Deshalb boten sich die Eisbären als neue sportliche Herausforderung an. „Maximilian bringt große Erfahrung aus der Oberliga Süd mit. Er wird bei uns zu den Top-Vier-Verteidigern gehören, Verantwortung übernehmen und auch im Überzahl- und Unterzahlspiel eine wichtige Rolle spielen“, freut sich Job über die Verstärkung.

Etwas zurückhaltender sind die Erwartungen, die die Hammer Verantwortlichen in Nolan Renke setzen. „Er ist ein Perspektivspieler“, meint Koch, dem wir die Chance bieten, sich in Ruhe in der Oberliga zu entwickeln.“ Der Deutsch-Kanadier hat vor einem Jahr nur eine Oberligapartie für den Krefelder EV bestritten, ging dann wegen der Corona-Pandemie zunächst wieder zurück nach Kanada. „In Krefeld hat er zuvor auch DNL gespielt, davor bei verschiedenen College-Teams in Kanada“, weiß auch sein zukünftiger Coach noch nicht allzu viel über den 20-jährigen Verteidiger. „Er ist aber ein guter Schlittschuhläufer, körperlich sehr robust“, meint Job. „Er wird sich bei uns in der dritten oder vierten Reihe bewähren müssen.“

Sechs Verteidiger unter Vertrag

Mit Otte und Renke sowie Fabian Calovi (Hamburg), Samuel Dotter, Mike Ortwein und Michael Spacek haben die Eisbären nun schon sechs Verteidiger unter Vertrag. „Acht sollen es bis zum Saisonstart sein“, meint Manager Koch. Wobei sich der Coach noch einen Top-Verteidiger wünscht. „Das muss aber alles auch finanziell passen“, beteuert Job, dem mit Viktor Beck (Black Dragons Erfurt), Jesse Roach (Vancouver Giants), Chris Schutz (Tulsa Oilers) und David Trivellato (Hannover Indians) erst vier Stürmer zur Verfügung stehen.

Der Trainer und die Verantwortlichen der Hammer Eisbären führen derzeit zahlreiche Gespräche mit weiteren Kandidaten. „Einige warten derzeit noch ab und wollen erst sehen, wie gut wir uns für die kommende Saison aufstellen“, betont Job. „Es ist aber klar, dass wir finanziell mit den Top-Klubs der Liga nicht mithalten können“, beteuert der Coach. „Wir werden kein Risiko eingehen, schließlich wollen wir als Verein auch überleben.“

Job rechnet deshalb mit einer sehr schweren Saison für die Eisbären. „Wir müssen unter der Woche sehr hart daran arbeiten, unsere jungen Leute weiter zu entwickeln. Unser Ziel kann nur sein, unter die besten zehn Teams zu kommen und einen Platz in den Pre-Playoffs zu erreichen.“

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