Eishockey

Hammer Eisbären verpflichten Erfahrung

Viktor Beck (rechts) hat mit den Black Dragons Erfurt auch schon zweimal in Hamm gegen die Eisbären gespielt.
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Viktor Beck (rechts) hat mit den Black Dragons Erfurt auch schon zweimal in Hamm gegen die Eisbären gespielt.

Nach dem Deutsch-Kanadier Jesse Roach und dem US-Amerikaner Chris Schutz haben die Hammer Eisbären mit Viktor Beck von den Black Dragons Erfurt den dritten Neuzugang für die kommende Saison unter Vertrag genommen.

Hamm – Er hat 325 Spiele in der DEL2 und 254 in der Eishockey-Oberliga Nord bestritten. Viktor Beck, der in der kommenden Saison das Trikot der Hammer Eisbären tragen wird, bringt viel Erfahrung mit nach Werries. Hamms Manager Jan Koch bestätigte am Donnerstag die Verpflichtung des 33-jährigen Stürmers, der in den beiden vergangenen Jahren für den Klassenkonkurrenten Black Dragons Erfurt auflief, für den er in der vergangenen Saison neun Tore erzielte, sich mit 34 Assists aber als ausgezeichneter Vorbereiter erwies.

„Viktor verfügt über enorme Erfahrung, weiß, was auf dem Eis passiert und wo es langgeht“, setzt Koch große Hoffnungen in den gebürtigen Kasachen, der aus der Eishockey-Schule der Schwenninger Wildwings hervorging. „Er wird bei uns eine ganz wichtige Rolle im Team übernehmen, kann mit seiner großen Übersicht eine Mannschaft führen. Er wird uns mit Sicherheit helfen“, betont der Eisbären-Manager.

Ein guter Vorbereiter

Dass Beck in der vergangenen Saison als Stürmer für Erfurt nur neun Tore erzielte, sieht Koch nicht als Nachteil an. „Als Mittelstürmer geht er da hin, wo es auch weh tut, außerdem ist er aus dieser Position heraus der erste Mann, der schnell wieder zurück in die Defensive muss.“ Für Koch ist ein anderer Teil der Statistik vielsagender. Beck gehörte in der abgelaufenen Oberliga-Runde zu den besten Vorbereitern der Liga, hat ein gutes Auge und weiß, seine Nebenleute bestens einzusetzen. Für Hamm hat er sich entschieden, weil er wieder etwas näher an Bremerhaven heranrücken wollte, wo er seinen Lebensmittelpunkt sieht. Denn bei den Fischtown Pinguins stand er von 2012 bis 2015 unter Vertrag, wurde mit den Norddeutschen in der Saison 2013/14 auch Meister in der DEL2.

Nach seinen ersten Gehversuchen in Schwenningen spielte er im Nachwuchsbereich auf höchstem Niveau bei den Bietigheim Steelers. Dort schaffte er auch den Sprung in das Seniorenteam, mit dem Beck 2009 Meister der 2. Bundesliga wurde. Bevor er in Bremerhaven anheuerte, versuchte er sich noch ein Jahr in der zweithöchsten russischen Profiliga bei Torpedo Ust-Kamenogorsk.

Nach seinem dreijährigen Engagement bei den Fischtown Pinguins zog es den Angreifer zu den Füchsen nach Duisburg, für die er bis 2018 in der Oberliga auf Torejagd ging. Es folgten zwei Spielzeiten bei den Rostock Piranhas, ehe Beck nach Erfurt ging.

Ein wichtiger Baustein

„Viktor ist ein wichtiger Baustein auf den Weg, uns professioneller aufzustellen“, erklärt Koch. Nach dem Deutsch-Kanadier Jesse Roach (Portage College) und dem US-Amerikaner Chris Schutz (Tulsa Oelers) ist Beck der dritte Neuzugang der Hammer. Aus den eigenen Reihen wurde bisher nur der Vertrag des Tschechen Michal Spacek verlängert. Damit sind auch die beiden Kontingentstellen in Werries besetzt. „Wir sind uns schon mit einigen weiteren Akteuren des alten Kaders einig“, bestätigt Koch, der aber erst bei Vertragsunterschrift Vollzug melden will.

Sieben Spieler haben sich inzwischen bei den Eisbären abgemeldet. Der langjährige Kapitän Tim Pietzko will in Zukunft nur noch in der 1b-Mannschaft spielen, Kevin Thau kann und will den großen Aufwand in der Oberliga nicht mehr leisten. Gianluca Balla und Florian Kraus tragen in Zukunft das Trikot der Rostocker Piranhas, Tom Lorer wechselt nach Herford. Pascal Kröber und Leonardo Ewald gehen zurück nach Schweinfurt.

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