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Eisbären scheitern im Penaltyschießen

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Von: Peter Schwennecker

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Chris Schutz ließ diese große Möglichkeit aus spitzem Winkel aus.
Chris Schutz ließ diese große Möglichkeit aus spitzem Winkel aus. © Robert Szkudlarek

Gegen wen wollen die Eisbären überhaupt noch gewinnen? Diese Frage mussten sich die Spieler des Hammer Eishockey-Oberligisten am Freitagabend nach der ebenso bitteren wie unglücklichen 4:5 (1:1, 1:2, 2:1)-Heimniederlage vor 520 Zuschauern nach Penaltyschießen gegen den Tabellenvorletzten Krefelder EV gefallen lassen. Bei nunmehr 13 Punkten Rückstand auf die Rheinländer dürfte das Vorhaben, die Rote Laterne abzugeben, ein hoffnungsloses Unterfangen werden.

Hamm – „Wir hätten in der Anfangsphase klarer führen müssen, haben auch in der Overtime die ersten guten Chancen gehabt. Wir hätten das Spiel gewinnen können, wenn wir in den entscheidenden Phasen mental stärker gewesen wären“, ärgerte sich Hamms Trainer Jeff Job. Gäste-Coach Elmar Schmitz sprach von „einem guten Oberligaspiel zwischen dem Letzten und Vorletzten mit sehr hohem Tempo“.

„Der Krefelder EV ist ein unangenehmer, weil unberechenbarer Gegner“, hatte Koch schon vor dem Bully gewarnt. „Man weiß nie, mit welcher Formation sie auflaufen.“ In Hamm hatte KEV-Trainer Schmitz gleich zwei Stürmer der DEL-Mannschaft dabei. Der Deutsch-Pole Maciej Rutkowski und das erst 18-jährige Talent Luca Hauf haben in der laufenden Saison schon oft im Profi-Team der Pinguine gestanden.

Tor nach nur 21 Sekunden

Bei den Eisbären war Jesse Roach erstmals in diesem Jahr wieder dabei, der aus wichtigen privaten Gründen einige Wochen in Kanada weilte. Er rückte gleich als Center in die erste Angriffsreihe zu seinem Landsmann Kyle Brothers und den Amerikaner Chris Schutz. Und der Paradesturm der Hammer durfte nach nur 21 Sekunden das schnellste Saisontor bejubeln. Schutz traf aus der Distanz hoch in den Winkel zum 1:0.

Die Eisbären versäumten es anschließend, bei weiteren guten Chancen durch Schutz und Artjom Alexandrov nachzulegen. So mussten sie nach zwölf Minuten den Ausgleich durch Valentin Pfeifer hinnehmen, der einen Schuss von Julius Bauermeister unhaltbar für Goalie Daniel Filimonow abfälschte.

Zu passiv agierten die Hammer zu Beginn des zweiten Drittels, ließen den Gästen viel Raum zum Kombinieren. Und sie wurden bestraft. Marcel Mahkovec schob nach einem Solo durch die gesamte Abwehr den Puck auch noch durch die Schoner von Filimonow zum 1:2 (25.). Und als die Eisbären im kollektiven Tiefschlaf beim Wechsel nur vier statt fünf Akteure auf das Eis schickten, schlugen die Krefelder eiskalt zum 1:3 (31.) durch Edwin Schitz zu. „Ich weiß nicht, wo der fünfte Spieler war“, echauffierte sich Coach Job.

Jesse Roach staubt ab

Erst danach wachte der Tabellenletzte wieder auf. Roach sorgte in Abstaubermanier für den Anschluss (32.). „Danach hätten wir das 3:3 machen müssen“, ärgerte sich der Koch über eine verpasste Großchance durch Schutz. „So ein Ding muss auch mal rein gehen.“

Im letzten Drittel steigerten sich die Eisbären, drehten innerhalb von nur 36 Sekunden die Partie. Erst traf Maximilian Otte in Überzahl zum 3:3, dann erzielte Brothers den Führungstreffer (50.). Doch dreieinhalb Minuten vor dem Ende gelang Mahkovec das 4:4.

Dank Filimonow ins Penaltyschießen

In der Overtime hatten es die Gastgeber allein Schlussmann Filimonow zu verdanken, dass sie sich überhaupt nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Fabian Calovi ins Penaltyschießen retten konnten. Dort hatten die Krefelder am Ende mit dem entscheidenden Versuch durch Hauf das Glück auf ihrer Seite. Zuvor hatte auf Hammer Seite nur Schutz sowie für Krefeld Rutkowski getroffen. Schon am Sonntag kommt es um 17.15 Uhr zur Revanche in Krefeld.

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