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Limböck will den nächsten Schritt gehen

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Von: Peter Schwennecker

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Michel Limböck stürmt auch in der kommenden Saison für die Hammer Eisbären in der Oberliga.
Michel Limböck stürmt auch in der kommenden Saison für die Hammer Eisbären in der Oberliga. © Robert Szkudlarek

Der Kader des Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären füllt sich so langsam. Jetzt hat auch der aus Straubing stammende Michel Limböck seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Hamm – Seine wahre Herkunft kann er nicht verleugnen. Im Gespräch mit Michel Limböck wird zumindest deutlich, wo der Stürmer des Oberligisten Hammer Eisbären aufgewachsen ist. Auch nach einem Jahr in der westfälischen Eishockey-Provinz hat er seinen bayerischen Dialekt kein bisschen abgelegt. Obwohl er sich in Hamm durchaus wohl fühlt, bezeichnet sich der 23-Jährige immer noch als „echten Straubinger“. Dort verbringt der Jungprofi während der Saisonpause auch seine Freizeit.

Geboren wurde er allerdings im sächsischen Vogtland. In einem kleinen Ort namens Adorf bei Plauen. Daran hat er allerdings nur wenig Erinnerungen. „Schon früh ging es nach Straubing. Dort bin ich aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe beim EHC auch die ersten Schritte auf den Schlittschuhen unternommen.“

Zu Besuch bei der Formel 1

In Bayern hat er viele Freunde. Mit einigen anderen Eishockey-Cracks verbrachte er das vergangene Wochenende auf einem Campingplatz am Rande des Formel-1-Rennens in Spielberg in Österreich. Für den Motorsportfan schon seit einigen Jahren ein Pflichttermin. Er hatte auch einen guten Grund, mit seinen Kumpel ein paar Tage zu feiern. Denn zuvor hatte er den Vertrag bei den Eisbären um ein Jahr verlängert.

„Lange haben wir eigentlich nicht verhandelt. Nach einem kurzen Gespräch mit meinem Berater war schnell klar, dass ich das Angebot der Hammer annehmen werde“, bestätigt Limböck. Der Stürmer war vor der vergangenen Saison vom Süd-Oberligisten Deggendorfer SC zu den Eisbären gewechselt. Mit dem Verlauf der Saison war er allerdings selbst nicht zufrieden. „Die schwere Schulterverletzung und die notwendige Operation haben mich am Ende sehr weit zurückgeworfen“, erklärt Limböck.

Komplett ohne Beschwerden

In 39 Spielen für die Eisbären erzielte er lediglich acht Scorerpunkte, drei Tore und fünf Assist. „Da hatte ich mir durchaus mehr vorgenommen“, meint Limböck, der nach der Schulter-Operation eine lange Anlaufphase benötigte, um wieder richtig fit zu werden. „Inzwischen bin ich aber wieder komplett ohne Beschwerden, voll belastbar“, beteuert der Angreifer. „In der kommenden Saison möchte ich deshalb den nächsten großen Schritt in meiner Laufbahn machen.“

Darauf hofft auch der Sportliche Leiter der Eisbären, Ibrahim Weißleder. „Mitch bringt ein großes Tempo mit. Und er ackert für die Mannschaft“, setzt Weißleder darauf, dass er sich im neuen, verstärkten Kader zudem spielerisch weiter entwickelt. „Wir hatten bereits in der vergangenen Saison eine gute Truppe. Ich bin froh, dass viele geblieben sind, weil wir uns prächtig verstanden haben“, sagt Limböck. Dass es sportlich für die Hammer nicht so lief, führte er in erster Linie auf das große Verletzungspech zurück. „Teilweise sind wir nur mit elf oder zwölf Leuten zu den Auswärtsspielen gefahren. Das war manchmal schon sehr hart.“

Pre-Playoffs sind möglich

Nachdem die Mannschaft zweimal den letzten Tabellenplatz in der dritthöchsten deutschen Klasse belegte, soll es in der kommenden Saison, die am 11. September beginnt, weiter nach oben gehen. „Mit den Verstärkungen müssten zumindest die Pre-Playoffs möglich sein“, erklärt Limböck, der Mitte August wieder zurück nach Hamm kommen wird. Wahrscheinlich bereits in bester körperlicher Verfassung. „Ich gehe schon derzeit mit einigen Freunden aus der Oberliga Süd ein bis zweimal die Woche auf das Eis, besuche zudem regelmäßig ein Fitnessstudio. Die Konkurrenz im Kader wird in Hamm sehr groß sein“, weiß Limböck, dass vom Hammer Team in der kommenden Saison einiges erwartet wird. Da ist eine gute Vorbereitung schon einmal eine sehr wichtige Voraussetzung.

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