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Eisbären: Immer wieder neue Rückschläge

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Von: Peter Schwennecker

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Eisbären-Torhüter Sebastian May kassierte schon nach 18 Sekunden das erste Gegentor durch Niemelä.
Eisbären-Torhüter Sebastian May kassierte schon nach 18 Sekunden das erste Gegentor durch Niemelä. © Robert Szkudlarek

Es war die 15. Niederlage in Folge. Die Eisbären verloren auch am Sonntag nicht unerwartet gegen den Oberliga-Spitzenreiter Saale Bulls Halle deutlich mit 1:8.

Hamm – Ein Schritt vor, zwei zurück: Die Hammer Eisbären müssen in dieser Oberliga--Saison immer wieder neue Rückschläge hinnehmen. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass das Team von Trainer Jeff Job drei Tage nach dem 1:4 im Westfalenderby beim Herforder EV am Sonntagabend vor 451 zahlenden Zuschauern gegen den Spitzenreiter Saale Bulls Halle mit 1:8 (0:1, 0:3, 1:4) die nächste empfindliche Heimniederlage kassierte.

Zwar kehrten mit Michel Maaßen und Artjom Alexandrov zwei zuletzt erkrankte Leistungsträger auf das Eis zurück, doch mussten auf der anderen Seite gleich vier Akteure passen. Erstmals trat der Tabellenletzte in dieser Saison sogar ohne Kontingentspieler an, denn neben dem schon seit Wochen fehlenden Tschechen Michal Spacek (Fingerbruch) meldete sich auch der amerikanische Topscorer Christopher Schutz, der bisher allein ein Drittel aller Hammer Tore erzielte, wegen Magen- und Darmproblemen ab. Jesse Roach musste von einem Tag auf den anderen wegen einer wichtigen privaten Angelegenheit zurück nach Kanada, Verteidiger Fabian Colovi war es nach dem Aufwärmen übel geworden. Und auch Routinier Ibrahim Weißleder konnte nur von der Bande aus zuschauen. „Mir passt kein Schuh“, erklärte der Stürmer. „Ich habe in Herford einen Schuss abgeblockt. Zum Glück ist nichts gebrochen oder gerissen, aber die Prellung ist sehr schmerzhaft.“

Dienstagspiel in Hamburg abgesagt

Daher ist es fast schon ein Glück für die Eisbären, dass das für Dienstagabend geplante Spiel bei den Crocodiles Hamburg vorzeitig abgesagt werden musste, weil es bei den Hanseaten einige Corona-Fälle gibt. Weißleder hofft, dass es für ihn bis zum Freitag, wenn die Hammer bei den Moskitos Essen antreten werden, reichen wird. „Wir haben in diesem Jahr einfach die Seuche“, meinte Weißleder. „Die Personalprobleme reißen nicht ab. Es fallen immer wieder wichtige Leute aus“, stöhnte der Stürmer. „Ich hoffe, dass wir bis Mitte Januar vielleicht wieder eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung haben.“

Derzeit stehen die Eisbären, so Manager Jan Koch, in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem Verteidiger. „Im Prinzip sind wir uns schon einige, doch ich kann erst Vollzug melden, wenn die Tinte unter dem Vertrag trocken ist“, bestätigte Koch am Rande der Partie gegen Halle.

Erstes Gegentor nach 18 Sekunden

Erstmals stand gegen die Saale Bulls der kurzfristig reaktivierte Sebastian „Psycho“ May wieder vor eigenem Publikum zwischen den Hammer Pfosten. Doch der hatte sich sein Heim-Comeback sicherlich etwas anders vorgestellt, musste bereits nach 18 Sekunden hinter sich greifen, als Joonas Niemelä zum 0:1 traf. Danach ließ es der Tabellenführer etwas lockerer angehen, durften die Eisbären zumindest ein Drittel mitspielen. Nach gut einer halben Stunde drückten die Saale Bulls etwas mehr auf das Tempo, schraubten dann auch innerhalb von nur acht Minuten das Ergebnis durch Treffer von Lukas Valasek (32. und 40.) sowie Tatu Vihavainen (38.) auf 0:4.

Die Eisbären versuchten auch im Schlussdrittel im Rahmen ihrer derzeit bescheidenen Möglichkeiten weiter dagegen zu halten, doch konnten sie trotz ihres Kampfgeistes weitere Tor des Spitzenreiters nichts verhindern. Vihavainen (47.), Niemelä (55.) und zweimal Sergej Stas (55. und 59.) sorgten schließlich aus Sicht der Gäste für ein standesgemäßes 1:8. Für die Truppe aus Sachsen-Anhalt war es schließlich vor der Fahrt in die Niederlande nicht mehr als eine Trainingseinheit. Sie reiste gleich weiter nach Tilburg, wo am Dienstag das Topspiel der Oberliga ansteht.

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