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Eisbären wachen zu spät auf

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Von: Peter Schwennecker

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Artjom Alexandrov scheiterte mit dieser Riesenmöglichkeit an Hernes Goalie Björn Linda.
Artjom Alexandrov scheiterte mit dieser Riesenmöglichkeit an Hernes Goalie Björn Linda. © Robert Szkudlarek

Gute eine Hälfte der Partie haben die Hammer Eisbären gegen den Herner verschlafen. Sie lagen schon mit 0:3 zurück, ehe sie sich auf ihre kämpferischen Tugenden besannen und die Partie zumindest ein bisschen ausgeglichener gestalten konnten. Am Ende stand aber erneut eine Niederlage.

Hamm – Genau zwölf Tage nach dem Überraschungscoup des Hammer Eishockey-Oberligisten mit dem 4:3-Erfolg in der Overtime in Herne haben die Miners die Verhältnisse wieder zurecht gerückt. Am Mittwochabend nahm der Tabellensechste aus dem Revier vor 745 Zuschauern mit dem 6:4 (2:0, 1:0, 3:4)-Sieg bei den Eisbären Revanche. „Wir haben nach dem Anschluss zum 2:3 zu schnell wieder einen Treffer kassiert. Das war der Knackpunkt“, meinte Manager Jan Koch.

Furda wechselt in die Regionalliga

Die Gastgeber mussten kurzfristig auf Joshua Stephens und Tim Junge (beide krank) verzichten. Auch Jesse Roach, der erst am Dienstag aus Kanada zurückgekehrt war, stand noch nicht auf dem Eis. „Er hat wenig trainiert und deshalb Nachholbedarf, was die Fitness angeht“, erklärte Koch. Zudem teilten die Eisbären mit, dass Igor Furda das Oberliga-Schlusslicht verlassen hat. Der mit 45 Jahren älteste Oberliga-Akteur hatte zuletzt wohl zu wenig Eiszeiten erhalten. „Wir legen Spielern, die den Wunsch haben, zu wechseln, keine Steine in den Weg“, bestätigte Ibrahim Weißleder, der als Sportlicher Leiter für die Zusammensetzung des Teams verantwortlich ist. „Igor wird sich einem Regionalligisten anschließen.“

Wie schon so oft in dieser Saison verschliefen die Eisbären die Anfangsphase. Gerade einmal eine Minute und drei Sekunden waren gespielt, als Dennis Swinnen gleich den ersten unnötigen Scheibenverlust der Hammer im eigenen Drittel eiskalt zum 0:1 ausnutzte. Marcus Marsall legte schnell mit dem 0:2 (7.) nach. Die Gastgeber fanden in dieser Phase überhaupt keinen Zugriff und hatten es allein ihrem Schlussmann Daniel Filimonow zu verdanken, dass sie nicht deutlicher in Rückstand gerieten.

Hammer zeigen Moral

Als Herne direkt nach der ersten Pause durch Marsall den dritten Treffer (22.) erzielte, schien die Partie gelaufen. Erst zum Ende des zweiten Abschnitts wurden die Hammer wach, kamen selbst zu einigen Möglichkeiten, hatten dabei aber nicht das nötige Scheibenglück. Maximilian Otte traf aus der Distanz nur die Querlatte, Weißleder schob den Puck aus kurzer Entfernung gegen den rechten Pfosten. Erst kurz vor der zweiten Drittelsirene gelang Kapitän Michel Maaßen der erste Treffer (38.).

Einmal mehr bewies der Tabellenletzte trotz ständiger Rückschläge im Schlussabschnitt zumindest Moral. Es schien noch einmal spannend zu werden, als Fabian Calovi nach Zuspiel von Kyle Brothers in Überzahl auf 2:3 (42.) verkürzte. Doch Herne ließ sich nicht beeindrucken, nutzte weiter jeden Fehler der Eisbären gnadenlos aus. Der Ex-Hammer Kevin Orendorz (45.) und Artur Tegkaev (50.) sorgten mit den Toren zum 2:5 für die Vorentscheidung.

Kevin Trapp traf zwar noch einmal zum 3:5 (50.), doch spätestens mit dem 3:6 durch Tom Wilenius (51.) nach einem sauber ausgespielten Konter war die Partie aus Sicht der Hammer verloren. Maaßens 4:6 dreieinhalb Minuten vor Schluss kam zu spät, um Hernes Erfolg noch einmal zu gefährden.

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