Hammer Eisbären wollen in Unna zurück in die Spur

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Zuletzt gewannen die Hammer Eisbären in eigener Halle gegen Königsborn mit 4:1.

HAMM - Fünf Niederlagen in Folge haben die Hammer Eisbären zuletzt in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West hinnehmen müssen. Die Euphorie des blendenden Starts, nach dem das Team von Trainer Milan Vanek zwischenzeitlich sogar die Tabelle anführte, ist verflogen.

Und so ergibt sich der größte Wunsch der Hammer vor den beiden Partien heute beim Königsborner JEC (20 Uhr/Eissporthalle Unna) und am Sonntag gegen den EV Duisburg (18.30 Uhr/Eissporthalle am Maximilianpark) fast von selbst: endlich wieder einmal als Sieger vom Eis gehen.

Dass dieser Wunsch gerade vor dem Derby in Unna besonders groß ist, versteht sich für den Hammer Coach gleich aus zwei Gründen. „Spiele gegen Unna und gegen meinen Sohn sind natürlich doppelt interessant“, sagt er lachend und weist darauf hin, dass Milan Vanek jun. aus seinen vollmundigen Ankündigungen vor dem vergangenen Aufeinandertreffen beider Teams gelernt hat. Da wollte er zwei Tore gegen Hamm machen, während sein Vater locker konterte, dass er das könne, solange die Eisbären als Sieger aus der Halle gehen würden. Was sie beim deutlichen 4:1 auch taten. „Dieses Mal hat mein Sohn gesagt, dass er das Spiel gewinnt; ich aber auch – mal sehen, wer Recht behält.“

Die personelle Lage bei den Eisbären hat sich im Vergleich zu den vergangenen Partien in Kassel und Frankfurt sowie gegen Herne allerdings weiter verschlechtert. Denn in Kassel bekam Stürmer Dennis Palka einen Schlag gegen den Kopf, wobei sein Helm sogar zerbrach. „Er hat zwar mit einem Helm, den er von den Kasselern bekam, zuende gespielt, beim Training musste er zuletzt aber aussetzen, weil er ein Druckgefühl im Kopf hat“, sagte Vanek. „Da ist mir das Risiko zu groß. Hinterher wird es noch schlimmer.“ Ebenfalls kürzer treten musste Michel Maaßen, der bereits in Kassel mit Leistenproblemen auflief, aber zumindest für die kommenden Aufgaben noch unter der Rubrik „fraglich“ geführt wird. Nicht zur Verfügung stehen dagegen weiterhin Lucas Becker (angerissene Sehnen im Schulterbereich), Thomas Richter (Daumen-Operation/Fäden werden erst am 19. Januar gezogen) und Karl Jasik (Gehirnerschütterung). Einziger Lichtblick: Tim Pietzko wird trotz seiner beruflichen Verpflichtungen beide Partien am Wochenende bestreiten, so „dass ich wenigstens einen Verteidiger mehr zur Verfügung habe“, freut sich Vanek, der zudem hofft, dass zeitnah noch der eine oder andere Akteur verpflichtet wird. „Aber zum Wochenende wird da definitiv nichts passieren.“

Auf die Möglichkeit, Akteure aus der 1 b-Mannschaft einzusetzen, wird Vanek dagegen verzichten. „Die Liga ist wirklich stark“, sagt der Coach. „Deshalb möchte ich niemanden mitnehmen, der dann zwei Stunden in der Kälte sitzt und ohne gespielt zu haben nach Hause fahren muss.“ Zumal der 65-Jährige aus der Partie beim Favoriten in Kassel trotz der 3:8-Niederlage Hoffnung schöpft. „Da hat sich die Mannschaft tapfer geschlagen“, lobte er, nachdem die Eisbären bis zur 50. Minute (4:3) noch auf eine Überraschung hoffen durften. „8:3 hört sich zwar hoch an, aber gerecht wäre eher ein 5:3 gewesen. Und an der Kondition hat es nicht gelegen – eher daran, dass die Spieler nach dem fünften Gegentor den Kopf hängen gelassen haben.“ Vanek weiß aber auch, dass „wir jetzt langsam wieder punkten müssen. Und sowohl Königsborn als auch Duisburg sind für uns schlagbar.“ - güna

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