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Eisbären trennen sich von Trainer Jeff Job

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Von: Peter Schwennecker

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Jeff Job ist ab sofort nicht mehr Trainer des Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären.
Jeff Job ist ab sofort nicht mehr Trainer des Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären.  © Robert Szkudlarek

Eishockey-Oberligist Hammer Eisbären hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Jeff Job getrennt. 15 Punkte aus 15 Spielen und Platz zwölf sind nicht das, was sich die Verantwortlichen vor der Saison von der personell verstärkten Mannschaft erhofft hatten.

Hamm - Als Jeff Job am Samstagmorgen um 8 Uhr in der Eissporthalle am Maximilianpark in Werries zum Gespräch mit Geschäftsführer Jan Koch und dem Sportlichen Leiter Ibrahim Weißleder geladen wurde, wusste er wohl schon, was auf ihn zukam. Denn besonders überrascht war der Kanadier nicht, als er mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Trainer entbunden wurde. „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viele Gespräche geführt. Um unser Saisonziel nicht aus den Augen zu verlieren und der Mannschaft neue Impulse zu geben, ist dieser Schritt leider unumgänglich“, erklärte Koch. „Jeff hat sich immer in den Dienst des Vereins gestellt und auch im Umfeld sehr viele Dinge angeschoben, letztendlich werden wir aber an den Ergebnissen gemessen und da müssen wir nun die Kurve bekommen“, betonte Koch, der sich beim scheidenden Coach für die geleistete Arbeit bedankte. „Wir sind nicht im Bösen auseinander gegangen“, beteuerte der Geschäftsführer.

Weißleder und Koch übernehmen

Koch hat inzwischen Kontakt mit dem Deutschen Eishockey-Bund in München aufgenommen und für sich und Weißleder eine Sondergenehmigung beantragt, die Mannschaft erst einmal von der Bande aus coachen zu dürfen. Gemeinsam mit dem derzeit am Oberschenkel verletzten Kevin Lavallee werden sie am Sonntag im Auswärtsspiel beim Krefelder EV (17.15 Uhr) das Team betreuen. „Die Jungs wissen, was sie jetzt zu tun haben“, sagte Weißleder, der das Training übernimmt. „Am Sonntag fahren wir nach Krefeld und werden alles dafür tun, mit drei Punkten und einem guten Gefühl in die kommende Woche zu gehen.“ Weißleder hat bereits den Markt sondiert und schon Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt. „Es wird keinen Schnellschuss geben“, versicherte der Sportliche Leiter. „Wir haben eine lange Liste mit einigen Namen. Die werden wir jetzt in Ruhe abarbeiten“, ergänze Koch, der nicht davon ausgeht, dass die Eisbären schon zum nächsten Heimspiel am Freitag gegen die Hannover Scorpions einen Nachfolger für Job präsentieren werden.

Keine Entwicklung erkannt

Grund für die Trennung sei laut Weißleder nicht allein der der enttäuschende Punktestand gewesen. „Besonders die Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat, hat mir zuletzt nicht mehr gefallen“, meinte Weißleder. Deshalb wurde jetzt die Notbremse gezogen. „So laufen uns doch die Zuschauer davon. In spielerischer Hinsicht war keine Entwicklung zu erkennen. Deswegen musste jetzt einfach was passieren“, so der Sportliche Leiter. Schließlich hat der Verein im Sommer einiges investiert, um die Mannschaft zu verstärken.

Zuvor hatten die Eisbären zweimal abgeschlagen den letzten Platz in der Oberliga belegt. So eine Saison wollten die Verantwortlichen den Fans nicht mehr zumuten. Zwar haben die Eisbären derzeit mit 15 Punkten schon mehr Zähler auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, doch hatte sich die Verantwortlichen mehr erhofft. Die beiden sieglosen Spiele gegen Dietz-Limburg und die im Penalty-Schießen verlorene Partie gegen die Duisburger Füchse waren jetzt der aktuelle Anlass, die Reißleine zu ziehen.

Jeff Job warf in der Saison 2021/22 vom Rivalen Herforder EV nach Hamm gewechselt. Der 59-Jährige hatte Ralf Hoja abgelöst, der zuvor viele Jahre die Eisbären coachte. Job ist seit 2013 als Trainer im deutschen Eishockey tätig, spielte in seiner aktiven Zeit als Stürmer u.a. für den Berliner Schlittschuhclub.

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