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Weißleder bleibt gelassen

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Von: Peter Schwennecker

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Kapitän Kevin Lavallee und die Eisbären wollen am Wochenende den ersten Saisonsieg einfahren.
Kapitän Kevin Lavallee und die Eisbären wollen am Wochenende den ersten Saisonsieg einfahren. © Robert Szkudlarek

Das Auftaktprogramm hat es in sich. Nach dem 0:7 beim Meisterschaftsfavoriten Hannover Scorpions treten die Hammer Eisbären die lange Reise an die Ostsee nach Rostock an.

Hamm – Zwei Spiele, nur ein Punkt – die Hammer Eisbären befinden sich gleich zu Beginn der neuen Eishockey-Oberliga-Saison als Vorletzter wieder in einer Tabellenregion, die sie auf Grund der Verstärkungen eigentlich nicht mehr aufsuchen wollten. Deshalb steht die Mannschaft am Wochenende mit den anspruchsvollen Aufgaben am Freitag (20 Uhr) bei den Rostock Piranhas und am Sonntag in eigener Halle gegen die Hamburg Crocodiles (18.30 Uhr) schon etwas unter Druck.

Für Ibrahim Weißleder, der als Sportlicher Leiter für die personelle Ausrichtung des Klubs verantwortlich ist, kein Grund, unruhig zu werden. „Ich bleibe da ganz gelassen“, sagt er. „Angesichts unseres schweren Auftaktprogramms, bei dem wir in acht Spielen gleich auf alle sechs Topteams der Liga treffen, war nicht zu erwarten, dass wir gleich an die Spitze stürmen. Die Mannschaft muss sich mit den vielen Neuzugängen erst finden.“ Natürlich erwartet auch Weißleder in der Anfangsphase der Saison den einen oder anderen Sieg. „Damit würde man derzeit in der Tabelle gleich um vier oder fünf Plätze klettern.“

Fehler werden sofort bestraft

Im ersten Heimspiel gegen Essen waren die Eisbären angesichts einer 6:3-Führung zu Beginn des letzten Drittels schon sehr nahe dran, verloren erst in der Overtime. Beim 0:7 am vergangenen Dienstag beim Meisterschaftsfavoriten Hannover Scorpions waren die Hammer allerdings chancenlos, obwohl das Trainer Jeff Job nicht so einordnen wollte. „Das erste Drittel war sehr gut. Da hätten wir auch in Führung gehen können.“ Laut Job haben lediglich zehn schwache Minuten im Mitteldrittel mit vier krassen, individuellen Patzern die Partie entschieden. „Diese Fehler darf man sich in dieser Liga bei einem Spitzenteam nicht erlauben. Die werden sofort bestraft.“

Deshalb geht es am Wochenende in Rostock und gegen Hamburg in erster Linie darum, die Fehler zu minimieren. „Wir müssen einfach kompakter spielen, als Mannschaft auftreten. Und wenn dann doch ein Fehler passiert, dann muss der Nebenmann auch bereit sein, sofort zu helfen“, fordert der Coach, dass das Team auf dem Eis noch näher zusammenrücken muss.

Tegkaev und Esche zurück

„In der Liga gibt es keine schwachen Gegner mehr. Es kommt darauf an, hellwach zu sein, kompromisslos zu verteidigen und vorn die Möglichkeiten eiskalt zu nutzen“, betont Job. „Dann kann man auch erfolgreich sein.“ Die zuletzt kranken Artur Tegkaev und Lennart Esche stehen am Wochenende wieder zur Verfügung. Mit Verteidiger Marcus Gretz will der Trainer allerdings noch nicht planen. Wer von den Förderlizenzspielern aus Kassel mitwirken kann, wird Job erst am jeweiligen Spieltag erfahren.

Am Freitag wird die Mannschaft schon um 10 Uhr Richtung Rostock aufbrechen, um spätestens um 18 Uhr an der Halle zu sein. „Wir sind professionell organisiert und haben alles, was wir brauchen, an Bord“, wird Job die lange Anreise nicht als Entschuldigung gelten lassen.

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