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Bittere Bauchlandung der Eisbären

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Von: Peter Schwennecker

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Das 0:8 gegen die Hannover Scorpions hinterlässt frustrierte Eisbären.
Das 0:8 gegen die Hannover Scorpions hinterlässt frustrierte Eisbären. © Robert Szkudlarek

0:8 gegen den Tabellendritten Hannover Scorpions. Vergeblich haben die Fans der Hammer Eisbären nach dem Sieg über Essen auch auf ein gutes Ergebnis gegen das Spitzenteam aus Niedersachsen gehofft.

Hamm – Nur fünf Tage nach dem umjubelten 7:2-Erfolg gegen die Moskitos Essen ist Eishockey-Oberliga-Schlusslicht Hammer Eisbären wieder unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Gegen die Hannover Scorpions geriet die Mannschaft von Trainer Jeff Job vor 483 Zuschauern deutlich mit 0:8 (0:1, 0:4, 0:3) unter die Räder. Das Topteam aus der niedersächsischen Hauptstadt war an diesem Freitagabend einfach eine Nummer zu groß für die total überforderten Gastgeber.

„Im ersten Drittel haben wir noch richtig gut mitgehalten. Doch danach haben wir in einigen Phasen zu viel Risiko gespielt“, ärgerte sich der Hammer Coach. „Hannover ist viel gelaufen und hat das sehr gut gemacht, doch ist die Niederlage am Ende vielleicht etwas zu hoch ausgefallen. Wir haben einfach nicht so viele Leute in unseren Reihen, die schon lange auf diesem hohen Niveau gespielt haben.“

Die Niedersachsen legten gleich ein höllisches Tempo vor, setzten die Hammer mächtig unter Druck. Doch die verteidigten zunächst diszipliniert, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und versuchten auch immer wieder, nach vorn feine Nadelstiche zu setzen. Was aber nicht oft gelang. Dennoch besaß Ibrahim Weißleder nach einer Viertelstunde die große Chance zur Führung, als er nach einem Konter und einem Querpass von Thomas Lichnovsky die Scheibe freistehend nicht im Gehäuse von Brett Jaeger unterbrachte.

Filimonow unter Dauerbeschuss

Stolzen 28 Schüssen sah sich auf der anderen Seite der erneut gut aufgelegte Hammer Torhüter Daniel Filimonow im ersten Abschnitt ausgesetzt, und nur einen von Andre Reiß musste er genau 17 Sekunden vor dem Ende des Drittels zum 0:1 passieren lassen. Direkt vor dem Gang in die Kabinen gab es eine Massenschlägerei auf dem Eis, nach der die Hammer Nolan Renke, Marcus Gretz und Jesse Roach ebenso für fünf Minuten auf die Strafbank mussten wie Julian Airich, Patrick Klöpper und Victor Knaub auf Seiten der Hannoveraner. Für Knaub gab es sogar eine Spieldauerdisziplinarstrafe, weil er eigens von der Bank zur Boxeinlage gekommen war.

Starke fünf Minuten reichen Hannover

Nach der ersten Pause benötigen die Scorpions nur starke fünf Minuten, um durch Treffer von Christoph Koziol (28.), Michael Hammond (29.) und Tyler Gron (33.) die Weichen vorzeitig auf Sieg zu stellen. 31 Sekunden vor der Drittelsirene zog Koziol mit dem Tor zum 0:5 den Eisbären endgültig den Zahn.

Die Gäste konnten sich im Schlussabschnitt für das Topspiel am Sonntag gegen die Tilburg Trappers schonen. Thomas Supis (48.) machte das halbe Dutzend voll, sorgte auch für das 0:7 (55.), ehe Klöpper den Schlusspunkt zum 0:8 (56.) unter die einseitige Partie setzte.

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