Eishockey

Eisbären mit den Neuzugängen nach Hannover und Hamburg

Sebastian May ist noch nicht fit, soll aber in Hannover beginnen.
+
Sebastian May ist noch nicht fit, soll aber in Hannover beginnen.

Nach der dreiwöchigen Zwangspause wegen der acht Corona-Infektionen im Kader des Eishockey-Oberligisten beginnt für die Hammer Eisbären die Saison praktisch noch einmal neu. Wunderdinge, so erklärt Trainer Ralf Hoja, sollten die Fans von ihrer Mannschaft beim Restart daher nicht erwarten, zumal mit den Hannover Indians (Freitag, 20 Uhr) und den Hamburg Crocodiles (Sonntag, 16 Uhr) zwei unüberwindbar scheinende Auswärtshürden auf den Aufsteiger warten.

Hamm – „Wenn wir in Hannover auf das Eis gehen, haben wir gerade einmal drei Trainingseinheiten hinter uns“, sagt Hoja. „Wir müssen jetzt erst einmal wieder den Rhythmus finden, die nächsten Spiele praktisch als zusätzliche Einheiten nutzen, um überhaupt fit zu werden.“ Personell dürfte es dank der kurzfristig aus der Bayernliga verpflichteten Neuzugänge Michel Maaßen (Kempten) sowie Tobias Schwab und Leonardo Ewald (beide Schweinfurt) nicht eng werden, doch fehlt vor allem den zuvor erkrankten Spielern die körperliche Fitness. „Diese Querdenker sollten sich die Jungs mal ansehen, wenn die einige Minuten auf dem Eis waren. Von einer harmlosen Grippe kann da nicht die Rede sein. Die Spieler haben deutlich mit den Folgen dieser schweren Erkrankung zu kämpfen“, betont der Eisbären-Coach. Das gilt auch für Torhüter Sebastian May, der nach der Rückkehr von Ilya Sharipov zum DEL-Klub Nürnberger Ice Tigers wieder zur Nummer eins aufgerückt ist. „Er wird spielen, doch wir müssen abwarten, wie lange er das am Wochenende überhaupt kräftemäßig durchhalten kann“, bestätigt Hoja. Als zweiter Mann steht am Wochenende Marvin Nickel bereit. Der 29-jährige Bundeswehrsoldat, der aus dem Hammer Nachwuchs stammt, war von 2015 bis 2019 die Nummer eins in der Regionalliga bei den Soester Bördeindianern.

Hamm mit drei kompletten Blöcken

Hoja geht davon aus, dass er sowohl in Hannover als auch in Hamburg drei komplette Blöcke aufbieten kann. „Es wäre natürlich besser, wenn wir mit vier Sturmreihen antreten könnten, um die Jungs zu entlasten, doch dafür wird es wohl nicht reichen.“

Immerhin ist es Manager Jan Koch gelungen, für Maaßen, Schwab und Ewald rechtzeitig die Spielberechtigung zu erhalten. Alle drei werden am Wochenende zum Einsatz kommen. Von den beiden Routiniers Maaßen und Schwab erhofft sich Hoja eine Belebung des zuletzt schwachen Angriffsspiels. „Beide wissen, wo das Tor steht und sollten uns wegen ihrer Abgeklärtheit im Abschluss helfen, die Trefferquote zu verbessern“, meint der Eisbären-Coach. Der zeigt sich übrigens auch von den Fähigkeiten des erst 21-jährigen Ewald überzeugt, der gemeinsam mit Schwab aus Schweinfurt nach Hamm wechselte. „Er ist ein sehr guter Schlittschuhläufer, hat beim ersten Training einen guten Eindruck hinterlassen und ist zudem vielseitig einsetzbar.“

Dass es in den Spielen am Wochenende in erster Line um Schadensbegrenzung gehen wird, will Hoja nicht so stehen lassen. „Wenn wir auf das Eis gehen, wollen wir immer gewinnen. Doch angesichts unserer Situation sollte das Ergebnis jetzt erst einmal zweitrangig sein.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare