1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

Eisbären verlieren das Derby in Herford 1:4

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Peter Schwennecker

Kommentare

Auch ein guter  Sebastian May konnte die 14. Niederlage der Eisbären in Folge nicht verhindern.
Auch ein guter Sebastian May konnte die 14. Niederlage der Eisbären in Folge nicht verhindern. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Selbst das starke Comeback von Torhüter Sebastian May sorgte nicht für die Wende. Die Hammer Eisbären kassierten am späten Donnerstagabend im letzten Spiel des Jahres mit dem 1:4 (1:0, 1:2, 0:2) bei den Herforder Ice Dragons die 14. Niederlage in der Eishockey-Oberliga in Folge.

Herford - Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber der 0:9-Heimpleite vom Dienstag gegen die Rostock Piranhas standen die Hammer Eisbären wieder mit leeren Händen da. „Das Ergebnis fiel am Ende sicherlich zu hoch aus“, meinte auch Jan Koch nach der Schlusssirene. „Die Jungs haben Gas gegeben, sich selbst einige Chancen erarbeitet, sind aber einmal mehr nicht belohnt worden“, sagte der Hammer Manager. Am Sonntag (18.30 Uhr) trifft die Mannschaft von Trainer Jeff Job in Werries auf den Spitzenreiter Saale Bulls Halle.

Der Eisbären-Coach konnte auf Grund der Rückkehr von Verteidiger Samuel Dotter und Stürmer Kevin Trapp wieder drei komplette Blöcke aufbieten. Im Tor stand erstmals nach einer achtmonatigen Pause Sebastian „Psycho“ May. Der war kurzfristig eingesprungen, weil nach dem Debakel gegen Rostock Goalie Marvin May und der Trainer in der Kabine heftig aneinander geraten waren, Nickel danach um die Auflösung seines Vertrages bat.

May war die lange Pause keineswegs anzumerken. Er strahlte viel Ruhe aus, fand schnell zur gewohnten Sicherheit. Und als er einmal bereits geschlagen war, flog Verteidiger Nolan Renke wie ein Fußballtorhüter durch das eigene Gehäuse und fischte mit der Hand den Puck aus dem Winkel. Mit zunehmender Spieldauer wagten sich auch die Gäste immer öfter vor das Herforder Tor. Und gleich das zweite Überzahlspiel nutzten die Hammer zur Führung. Nach Zuspiel von Ibrahim Weißleder traf Christopher Schutz zur Hammer Führung (15.). Und diesen knappen Vorsprung nahmen die Eisbären mit ins zweite Drittel.

Herford kam mit enormem Druck aus der Kabine, setzte die Eisbären im eigenen Drittel fest. Als Jesse Roach nach einem Stockschlag auf die Bank musste, nutzte HEV-Verteidiger Ralf Rinke die Überzahl mit einem Schlagschuss aus der Distanz zum Ausgleich (28.). Danach wurde die Partie immer zerfahrener. Beide Teams leisteten sich viele Fehler im Aufbau. Ein katastrophaler Patzer von Hamms Verteidiger Fabian Calovi führte schließlich 75 Sekunden vor der zweiten Pause zum 2:1 für die Ostwestfalen. Calovi spielte Rinke den Puck ohne Not in den Schläger. Der ließ May keine Abwehrchance.

„Das war der Knackpunkt im Spiel. Von da an sind wir hinterhergelaufen“, ärgerte sich Manager Koch. Die Eisbären versuchten zwar noch einmal alles, ließen aber wie gewohnt selbst die besten Möglichkeiten ungenutzt. Erneut Rinke war es, der viereinhalb Minuten vor dem Ende - wieder saß Roach auf der Strafbank - mit dem 3:1 für die Vorentscheidung sorgte. Jeff Job nahm eineinhalb Minuten vor dem Ende bei eigener Überzahl zwar noch Schlussmann May vom Eis, doch Rinke sorgte mit seinem dritten Treffer zum 4:1 ins leere Hammer Tor für den Endstand.

Auch interessant

Kommentare