Hammer Eisbären gewinnen in Herne mit 8:7 in der Overtime

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Ibrahim Weißleder

HERNE -  Eishockey-Werbung pur in der Herner Gysenberghalle: Wie schon beim vergangenen Aufeinandertreffen des Herner EV und der Hammer Eisbären musste die Partie in der Overtime entschieden werden – nach einem dramatischen Spiel jubelten schließlich die Hammer, weil Joseph Lewis in der 62. Minute den Extrapunkt sicherte.

Mit 8:7 (4:2, 2:1, 1:4) setzte sich das Team von Trainer Milan Vanek durch – und behielt doch das Gefühl, einen Punkt verschenkt zu haben, nachdem es eine 6:3-Führung im Schlussdrittel – auch aufgrund unnötiger zeitstrafen – noch verspielt hatte.

Die personelle Lage der Hammer hatte sich zugespitzt, denn neben Thomas Richter und Lucas Becker fehlte Karl Jasik weiter. Neuzugang James Ross musste zudem zusehen, weil er vom kanadischen Verband noch keine Spielgenehmigung erhalten hatte. „Er hat zwar einen deutschen Pass, aber diesen noch keine fünf Jahre“, sagte Eisbären-Sportmanager Thorsten Licht. Daher muss der Verband den Wechsel über eine sogenannte Transfer-Karte bestätigen. Sowohl Jasik als auch Ross werden somit am Sonntag im Heimspiel gegen die Kassel Huskies (18.30 Uhr/Eishalle am Maximilianpark) noch fehlen, sollen aber am Dienstag gegen Königsborn dabei sein.

Das erste Drittel begann überaus torreich: Igor Furda brachte die Hammer nach neun Minuten in Führung, Herne kam aber durch Gross in Überzahl (12.) und Miettinen (14.) zu zwei Treffern, ehe Dennis Palka (22.) zum 2:2 ausglich. Ein Doppelschlag in Überzahl gegen den Ex-Hammer Benjamin Voigt im Herner Tor durch Aaron Reckers und Andre Mangold in der 19. Minute brachte den Gästen sogar noch im ersten Drittel eine Zwei-Tore-Führung (4:2.), in einer Partie, in der . „Herne wie immer sehr körperbetont gespielt hat“, stellte Licht fest. „Aber wir haben uns nicht beeinflussen lassen.“

Als die Hammer nach Treffern von Ibrahim Weißleder (28.) und Dennis Palka (31.) bei einem Gegentor durch Rumpel (32.) ihren Vorsprung noch ausbauten, schien der Sieg schon fast verbucht. Doch Herne gab sich einmal mehr kampfstark, während sich beim kleinen Hammer Kader im Schlussabschnitt Fehler einschlichen. Die Herner unter den 717 Zuschauern hatten jetzt Spaß: Miettinen (47.), Hauptig (55.), Deischer (57.) und Rumpel (58.) drehten das Spiel, ehe Joseph Lewis 20 Sekunden vor dem Ende zum 7:7 traf. - güna

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