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Filimonow lässt seine Zukunft offen

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Von: Peter Schwennecker

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Daniel Filimonow zeigte nach seinem Comeback ansprechende Leistungen.
Daniel Filimonow zeigte nach seinem Comeback ansprechende Leistungen. © Robert Szkudlarek

Vor zwei Wochen feierte Eisbären-Schlussmann Daniel Filimonow beim 4:3-Sieg in der Overtime beim Herner EV sein Comeback im Eisbären-Tor nach langer Verletzungspause. Am Mittwoch (20 Uhr) will er mit den Hammern im Heimspiel gegen die Herner Miners für die nächste Überraschung sorgen.

Hamm - Elf Wochen fehlte er den Eisbären, weil er sich am 31. Oktober beim 6:3-Heimsieg gegen die Black Dragons aus Erfurt einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen hatte. Inzwischen steht Daniel Filimonow wieder im Tor des Eishockey-Oberligisten, strahlt dabei sehr viel Ruhe aus und verleiht der Defensive des Tabellenletzten dadurch mehr Stabilität.

Dennoch, die Zeit der Leiden ist für den 25-jährigen Goalie, der vor der Saison von den Passau Black Hawks nach Hamm kam, keineswegs vorbei. Sein Comeback feierte er beim überraschenden 4:3-Erfolg in Herne, an dem er großen Anteil hatte. Danach gab es wieder Niederlagen gegen die Topteams aus Tilburg, Leipzig, Hannover Scorpions und Erfurt. Wobei Filimonow am vergangenen Sonntag beim 2:4 gegen die Erfurter die Eisbären durch seine Paraden lange im Spiel hielt und deshalb von Trainer Jeff Job ein Sonderlob erhielt.

Immer noch Schmerzen im Sprunggelenk

Das wirkt wie Balsam auf die Wunden. „Ich habe bei den Spielen weiterhin Schmerzen im Sprunggelenk“, gesteht der Torhüter ein. „Und in meiner Bewegung bin ich immer noch ein bisschen eingeschränkt, auch wenn man das von außen vielleicht nicht so bemerkt.“ Dennoch, Filimonow ist froh, dass er der Mannschaft wieder helfen kann und hofft darauf, dass sich die Personalsituation weiter verbessert und die Eisbären im Saison-Endspurt konkurrenzfähiger werden. „Zuletzt sah das ja gegen die Topteams schon etwas besser aus“, meint der Schlussmann. „An Niederlagen kann man sich als Profi allerdings nie gewöhnen. Wir gehen immer auf das Eis, um zu gewinnen.“

Torhüter fühlt sich wohl in Hamm

Seine sportliche Zukunft lässt er erst einmal offen. Er hat in Hamm im Sommer lediglich für ein Jahr unterschrieben. Inzwischen hat er darüber aber schon Gespräche mit Ibrahim Weißleder geführt. Der Stürmer ist seit einiger Zeit auch Sportlicher Leiter und bereits damit beschäftigt, den Eisbären-Kader für die kommende Saison zusammen zu stellen. „Noch ist alles möglich“, sagt Filimonow, der sich durchaus wohl fühlt in Hamm. „Vereinsstrukturen, Umfeld und Trainer passen“, sagt der in Deggendorf geborene Bayer. Vom Heimweh blieb er deshalb bisher verschont. „Ich war nur über Weihnachten vier Tage daheim, habe auch während der langen Verletzungspause alle Rehamaßnahmen in Hamm bestritten“, bestätigt der Schlussmann. „Wenn ich da Heimweh gehabt hätte, wäre ich schon nach Hause gefahren.“

Zunächst will er aber mit guten Leistungen dafür sorgen, dass die Eisbären die Grundvoraussetzung für eine weitere Zusammenarbeit schaffen. Denn die dürfte nur im Falle des Klassenerhalts ein Thema werden.

Freier Eintritt gegen Herne

Das wegen eines Corona-Falls beim Gast kurzfristig von Dienstag auf Mittwoch (20 Uhr) verlegte Oberliga-Heimspiel der Hammer Eisbären gegen den Herner EV soll stattfinden. Die Herner meldeten am Dienstag auf ihrer Internetseite, dass alle weiteren Tests negativ verlaufen seien. Sollte sich das auch am Spieltag bei weiteren Schnelltests bestätigen, werden die Miners in Hamm antreten.

Da drei Sponsoren der Eisbären alle noch zur Verfügung stehenden Tickets aufgekauft haben, gibt es freien Eintritt. „In dieser schwierigen Situation haben die Fans die Hammer Eisbären nie im Stich gelassen, der Zuspruch ist trotz der wenigen sportlichen Erfolge sehr gut. Daher möchten wir uns mit den Freikarten für die Unterstützung bedanken“, wird Werner Nimmert, Chef der Hammer Eis EG und einer der drei Sponsoren, auf der Facebookseite der Eisbären zitiert. Insgesamt dürfen laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung 750 Zuschauer (Maskenpflicht) in die Halle. 80 Freikarten wurden auch an die Herner Fans vergeben.

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