Eishockey

Eisbären bangen um Einsatz von Sharipov

Ilya Sharipov nimmt am Montag wieder das Training bei den Nürnberger Ice Tigers auf.
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Ilya Sharipov nimmt am Montag wieder das Training bei den Nürnberger Ice Tigers auf.

Fällt die Abschiedsvorstellung von Ilya Sharipov aus? Der Eisbären-Keeper klagt kurz vor seiner Rückkehr zum DEL-Klub Nürnberger Ice Tigers über Probleme an der Achillessehne.

Hamm - Mit sieben Pluspunkten und aktuell Tabellenplatz zehn sind die Hammer Eisbären als Neuling der Eishockey-Oberliga Nord durchaus ansprechend gestartet. Großen Anteil an dieser positiven Zwischenbilanz besitzt Ilya Sharipov. Die Hammer haben den Schlussmann für einen Monat vom DEL-Klub Nürnberger Ice Tigers ausgeliehen. Ein Geschäft, das sich für beide Seiten gelohnt hat und am kommenden Montag abrupt enden wird. Denn dann nimmt der Torhüter wieder das Training in Nürnberg auf.

In den beiden Spielen am Freitagabend (20 Uhr) in Werries gegen die Hannover Indians und am Sonntag (16 Uhr) bei den Hamburg Crocodiles in Farmsen könnte Sharipov noch einmal das Eisbären-Trikot überstreifen und dabei helfen, das Punktekonto weiter aufzubessern. Doch der 25-Jährige Keeper klagt über Probleme an der Achillessehne, konnte deshalb zuletzt nicht am Training teilnehmen. Deswegen bangt Trainer Ralf Hoja um den Einsatz Sharipovs. „Wir werden kein Risiko eingehen, Ilya nicht verheizen. Wir sind froh, dass er uns in den vergangenen Wochen geholfen hat und haben großes Verständnis dafür, dass er am Montag topfit zum Trainingsstart in Nürnberg erscheinen möchte.“ Eine Entscheidung wird wohl erst kurz vor dem ersten Bully fallen.

May steht als Ersatz bereit

Sollte der DEL-Goalie nicht auflaufen können, wird Sebastian „Psycho“ May zwischen den Pfosten stehen. Auf ihn wird Hoja in Zukunft bauen müssen. „Das ist kein Problem“, beteuert Hoja. „Wir hatten die Saison ja ohnehin mit Sebastian geplant. Sharipov ist uns ja bekanntlich zugelaufen, aber das Kapital ist ja bald beendet.“

Was aber nicht heißt, dass sich die Verantwortlichen nicht nach einem weiteren Torhüter umsehen. Schließlich hatte der eigens verpflichtete Jendrik Allendorf kurz vor Saisonbeginn aus privaten Gründen um die Auflösung des erst wenige Wochen zuvor geschlossenen Vertrages gebeten. Und Marvin Nickel, der als Nummer drei im Kader vorgesehen war, kann wegen des Bundeswehrdienstes nicht regelmäßig trainieren. „Natürlich halten wir weiter die Augen auf“, sagt Jan Koch. „Doch derzeit ist einfach kein geeigneter Schlussmann auf dem Markt. Es muss sowohl sportlich als auch finanziell passen, sonst machen wir das nicht“, beteuert der Manager. Gleiches äußert er übrigens auch, wenn er darauf angesprochen wird, ob die Spieler Frederik Hemeier und Oliver Kraft, die die Eisbären ebenfalls kurzfristig verlassen haben, ersetzt werden.

Coach erkennt Fortschritte

Ansonsten meldet Hoja für das Wochenende „alle Mann an Bord“. Er hofft darauf, dass die Mannschaft gegen den Tabellenzweiten aus Hannover diesmal besser abschneidet als vor zwei Wochen, als es gegen die Indians eine glatte 0:5-Niederlage auf eigenem Eis gab. „Wir müssen hinten besser verteidigen und vorne besser treffen“, lautet Hojas einfache Antwort auf die Frage, wie der Neuling diesmal gegen die Niedersachsen auftreten soll, um das Resultat erträglicher zu gestalten.

Dabei hat der Coach in den vergangenen Wochen durchaus Fortschritte bei seiner Mannschaft erkannt. „So langsam gewöhnen wir uns an das höhere Tempo in der Liga. Wir müssen in gewissen Situationen einfach schneller reagieren. Im Umschaltspiel sollten wir uns unbedingt weiter steigern“, hofft Hoja auf die Fortsetzung des – wie er es ausdrückt – ständigen Lernprozesses.

In Hamburg sah er sein Team bereits beim ersten Aufeinandertreffen auf Augenhöhe, obwohl die Partie 2:5 endete. Diesmal würde er natürlich gerne mit seinen Schützlingen etwas aus der Hansestadt mit nach Werries nehmen.

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