1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

Eisbären verpflichten Erfahrung

Erstellt:

Von: Peter Schwennecker

Kommentare

Eisbären-Trainer Jeff Job und sein Team können sich auf erfahrene Verstärkung freuen.
Eisbären-Trainer Jeff Job und sein Team können sich auf erfahrene Verstärkung freuen. © Robert Szkudlarek

Eishockey-Oberligist Hammer Eisbären meldet den ersten Neuzugang. Verteidiger Tim Marek wechselt von den Rostock Piranhas nach Westfalen.

Hamm – Mit Torhüter Daniel Filimonow, den Topscorern Kyle Brothers und Chris Schutz sowie den Verteidigern Marcus Gretz und Samuel Dotter hat Eishockey-Oberligist Hammer Eisbären schon fünf wichtige Leistungsträger für ein weiteres Jahr gebunden. Jetzt meldet der Sportliche Leiter Ibrahim Weißleder, seit wenigen Tagen übrigens stolzer Papa eines Sohnes, die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison. Mit Tim Marek, zuletzt bei den Rostock Piranhas, kommt geballte Erfahrung nach Hamm. „Obwohl er erst 28 Jahre alt ist, spielt er bereits zwölf Jahre in der Oberliga und kennt sich bestens aus“, freut sich Weißleder über die Zusage des Defensivmanns. „Sportlich wird er uns enorm verstärken. Zudem ist er ein guter Typ, passt auch menschlich perfekt in unser Team.“

Oberliga-Debüt mit 16 Jahren

In 372 Begegnungen (140 Scorerpunkte) hat der in der Wedemark vor den Toren Hannovers aufgewachsene Marek schon in der dritthöchsten deutschen Liga auf dem Eis gestanden. „Ich habe bereits mit 16 Jahren bei den Wedemark Scorpions mein Oberliga-Debüt gefeiert“, berichtet der Eisbären-Neuzugang. „Das war damals eigentlich viel zu früh. Ich hatte gar nicht die körperlichen Voraussetzungen, wäre in der Deutschen Nachwuchs-Liga sicherlich besser aufgehoben gewesen, doch diese Möglichkeit ergab sich für mich nicht.“ Marek setzte sich aber dennoch früh durch und tingelte anschließend durch den Oberliga-Norden. Neben den beiden Hannoveraner Klubs, Indians und Scorpions, trug er die Trikots des Herforder EV, der Rostock Piranhas, der Crocodiles Hamburg und der Saale Bulls Halle. 2019 zog es ihn in den Süden zum ERC Sonthofen. „Ich wollte mal was Neues probieren. Landschaftlich war das sehr schön“, erinnert sich Marek. „Doch sportlich wurde es für mich ein Seuchenjahr. Wegen einer Herzmuskelentzündung musst ich lange pausieren, dann meldete Sonthofen auch noch Insolvenz an.“

Vom Hammer Konzept überzeugt

Der Abwehrspieler zog weiter zur EG Diez-Limburg. „Das war auch keine schöne Zeit, allein schon wegen Corona. Ständig vor leeren Rängen zu spielen hat mir auch keinen großen Spaß gemacht“, erzählt Marek, der sich dann wieder für Rostock entschied.

Als ihm jetzt Weißleder ein lukratives Angebot unterbreitete, musste er nicht lange überlegen. „In Rostock war es sehr nervig, bei jeder Auswärtstour über sieben Stunden im Bus zu sitzen. Da ist Hamm in der Oberliga schon ein wesentlich besserer Standort“, betont der 28-Jährige. „Von Hamm aus bin ich zudem schneller zu Hause in der Wedemark. Außerdem hat mich das Konzept von Ibrahim überzeugt. Ich bin mir sicher, dass wir in der kommenden Saison zumindest um die Pre-Playoff-Plätze mitspielen werden.“

Mit Ortwein in Iserlohn gespielt

Über Verein und Situation in Hamm ist er bestens informiert, schätzt die professionellen Strukturen, die die Verantwortlichen inzwischen aufgebaut haben. „Mich hat beeindruckt, dass es den Eisbären gelungen ist, solche Topleute wie Torhüter Filimonow oder Brothers und Schutz zu halten“, betont Marek. Mit Hamms Verteidiger Mike Ortwein hat er bereits zusammen in den Sommermonaten in Iserlohn Inline-Hockey gespielt.

Zu Beginn der Vorbereitung wird er eine Wohnung in Hamm beziehen. Weißleder erwartet viel von seinem ersten Neuzugang: „Auf Grund seiner Erfahrung und seines Charakters wird er eine Führungsrolle in unserem Team übernehmen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sein Engagement bei uns weitaus länger als ein Jahr dauern wird.“

Auch interessant

Kommentare