Hammer Eisbären verkaufen sich teuer gegen Essen

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Scheibe sicher: Eisbären-Goalie Marc Fleischer stand oft im Mittelpunkt des Geschehens.

HAMM - Starke Leistung, enges Spiel – aber am Ende wieder keine Punkte für die Hammer Eisbären. Dennoch durften sich die Spieler von Trainer Daniel Galonska nach 60 spannenden Minuten und einer knappen 4:5 (1:3, 1:0, 2:2)-Niederlage gegen den haushohen Favoriten Moskitos Essen in der Eishockey-Oberliga West als moralischer Sieger fühlen.

„Das war unsere bisher beste Saisonleistung“, sagte der Eisbären-Coach. „Mit so einer Leistung müssen wir nun auch in die nächsten Spiele gehen.“ Die Eisbären zeigten sich gut erholt von der deutlichen und äußerst schmerzhaften 1:8-Niederlage, die sie am vergangenen Sonntag in Neuwied kassiert hatten. Das Team erwischte gegen den Tabellenzweiten aus Essen einen perfekten Start und durfte überraschend bereits nach zwei Minuten das erste Mal jubeln. Die Gastgeber spielten in Überzahl, Igor Furda passte diagonal auf den jüngsten Neuzugang Nemanja Vucurevic, und der schob die Scheibe zur umjubelten Führung der Gastgeber ins Netz. Allerdings dauerte der Spaß nur fünf Minuten. Dann nutzten die Gäste ebenfalls eine Powerplay-Situation zum Ausgleich. Igor Furda brummte eine Strafzeit ab, und Reto Schüpping nutzte den Platz auf dem Eis mit einer Einzelleistung zum Ausgleich (7.).

Doch die Eisbären waren nicht geschockt, spielten auch weiterhin munter mit. Pech hatten Tim Pietzko (11.), Martin Köchling (13.) und Dustin Demuth im Nachschuss, dass ihre Versuche nicht belohnt wurden. Und die Essener zeigten auf der an anderen Seite, was Effektivität heißt. Den Schuss von Robin Hein parierte Goalie Marc Fleischer zwar noch, doch Branislav Pohanka staubte zur Gästeführung ab (17.). Ein Wirkungstreffer, denn die Hammer waren danach ein wenig von der Rolle und kassierten kurz vor der Drittelpause prompt den nächsten Treffer – fast eine Kopie des 1:2. Dieses Mal versuchte es Jan Barta mit dem Fernschuss, und Eugen Alanov staubte ab (19.).

Doch wer glaubte, dass die Eisbären nun einbrechen und einer deutlichen Schlappe entgegen steuern würden, sah sich getäuscht. Igor Furda vergab zwar noch eine Riesenchance (24.), und auf der anderen Seite rettete die Latte gegen Maik Klingsporn, doch nach 35 Minuten zog Andre Mangold von der blauen Linie ab, und Christoph Ulrich verwertete den Abpraller zum 2:3.

Auch den erneuten Rückschlag durch Eugen Alanovs 2:4 (43.) zu Beginn des Schlussdrittels steckten die Gastgeber weg. Oliver Kraft bediente fünf Minuten später Niklas Clusen zum 3:4, und nachdem die Eisbären zwischen der 49. und 51. Minute eine doppelte Unterzahl überstanden hatten, war Vucurevic mit seinem zweiten Treffer zum Ausgleich zur Stelle (54.). Doch wieder währte die Freude nicht lang, weil Marvin Defke 60 Sekunden später zu einem Solo ansetzte, zwei Hammer überlief und den Siegtreffer für Essen erzielte. Dustin Demuth (57.) und Ibrahim Weißleder (59.) boten sich noch gute Chancen – zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr – in einem Spiel, in dem Galonska Goalie Marc Fleischer und die vier Iserlohner Förderlizenz-Spieler Phil Schäfer, Oliver Kraft, Frederik Hemeier und Jonathan Klinke besonders hervorhob. - St

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