Eisbären empfangen Königsborn zum Derby

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Viel Grund zum Jubeln hatten zuletzt die Hammer Eisbären.

HAMM - Es ist ein prestigeträchtiges Duell. Allein schon durch den Derby-Charakter. Doch wenn am zweiten Weihnachtsfeiertag die Hammer Eisbären um 18.30 Uhr in der Eissporthalle am Maxipark in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West die Bulldogs aus Königsborn zum stets brisanten Schlagabtausch erwarten, bekommt das Nachbarschaftsduell diesmal noch eine familiäre Note.

Schließlich steht Milan Vanek als Trainer der Eisbären seinem gleichnamigen Sohn im Dress der Unnaer gegenüber. Letzterer hatte sich nach dem sensationellen Erfolg der Hammer am Sonntagabend gegen Kassel unmittelbar bei seinem Vater gemeldet, um ihm zu gratulieren – und konnte sich doch mit Blick auf den Donnerstag einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. „Er hat mir gesagt, dass er gegen uns drei Tore schießt“, erzählt Vanek senior, der dem Junior mit einem Schmunzeln antwortete: „Das ist egal. Du gewinnst trotzdem nicht, weil wir vier Tore schießen.“ Ein Weihnachtsgeschenk in Form von drei Punkten wird es für den Sohnemann nach dem Willen des Coaches nicht geben, zumal er klar unterscheidet: „Ich hin Eisbären-Trainer und gehöre damit sportlich in die Eisbären-Familie.“

Das Selbstvertrauen von Papa Vanek ist begründet. Seit seinem Amtsantritt im Hammer Osten haben die Eisbären sämtliche Partien gewonnen, der Erfolg gegen Kassel war ein ganz dickes Ausrufezeichen. Und das in einer Serie, deren sportlicher Wert arg begrenzt ist, weil es „nur“ um die Setzliste für die Verzahnungsrunde mit den Oberligen Nord und Ost geht. Dennoch scheinen die Hammer ihren Spaß daran gefunden zu haben. „Wenn du auf das Eis gehst, dann willst du auch gewinnen. Ich sage immer zu meinen Spielern: Wenn ich 100 Prozent gebe, dann will ich das auch von euch. Und die Jungs liefern richtig gute Arbeit“, erklärt Vanek, für den die starken Auftritte aber auch darin begründet sind, dass „jeder ja um einen Vertrag für das nächste Jahr kämpft“.

Doch dieses Argument wird am Donnerstag eher eine untergeordnete Rolle spielen. Die stets heißen Duelle mit Königsborn sorgen für Motivation genug auf beiden Seiten. „Das wird sehr schwer. Königsborn wird richtig beißen“, ist sich der Eisbären-Coach sicher. „Am Ende wird die Mannschaft gewinnen, die die bessere Taktik hat.“ Wobei sich Vanek sicher ist, dass er seinem Gegenüber Frank Gentges einige Rätsel für die Vorbereitung mitgegeben hat. Nach der jüngsten Serie werde sich der Trainer der Bulldogs „sicherlich ein paar Gedanken über uns machen“, glaubt Vanek, der womöglich auf seinen Goalie Christian Wendler verzichten muss. Gemeinsam mit Thomas Richter, der nach seiner Hand-OP ohnehin noch ausfällt, war der mit einer Förderlizenz der Krefeld Pinguine ausgestattete Torwart nach der Partie gegen Kassel auf dem Heimweg ins Rheinland in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem beide allerdings Glück im Unglück hatten und mit leichten Blessuren davonkamen.

Die Partie gegen Unna ist der Auftakt einer Serie von drei Spielen in vier Tagen. Am Freitag folgt das Duell in Duisburg, am Sonntag der Heimauftritt gegen Frankfurt. - fh

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