Eisbären liefern Frankfurt beim 2:3 einen großen Kampf

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Die Eisbären waren ein überaus unangenehmer Gegner für die Frankfurter.

HAMM - Am Ende schwankte Milan Vanek zwischen Stolz und Niedergeschlagenheit. „Vom Ergebnis her“, sagte der Trainer der Hammer Eisbären, „bin ich enttäuscht. Aber mit der Leistung bin ich zufrieden.“

Schließlich hatte sein Team dem ungeschlagenen Spitzenreiter der Endrunde der Eishockey-Oberliga West und großen Favoriten Löwen Frankfurt einen beherzten Kampf geliefert und nur knapp die Sensation verpasst. Mit 2:3 (1:1, 1:0, 0:2) unterlagen die Eisbären vor 297 Zuschauern in der Eissporthalle am Maxipark. „Ein Punkt“, so Vanek, „wäre eine schöne Belohnung gewesen.“

Von Beginn an hatten die Löwen zwar ein Übergewicht, hatten viele Chancen, doch die Eisbären wehrten sich nach Kräften – und setzten immer wieder Nadelstiche. Schon früh führte ein Konter in Unterzahl zum Erfolg: Dennis Palka bediente Joseph Lewis, gegen dessen Schuss in den Winkel Frankfurts Goalie Björn Linda chancenlos war (3.). In der Folge erhöhten die Hessen die Schlagzahl weiter, machten viel Druck, griffen früh an, gingen sehr hart zu Werke – was die Schiedsrichter oftmals nur inkonsequent ahndeten, weshalb die Gastgeber mit den Unparteiischen haderten. „Aber das muss man so annehmen“, sagte Vanek.

So hielten die die Hammer dagegen – und hatten bei einer fast zweiminütigen 5:3-Überzahl die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Wirkliche Chancen erarbeiteten sich die Gastgeber aber nicht, die erst gegen Ende des Drittels noch einmal Linda vor große Probleme stellten. Der parierte zunächst gut gegen Lewis (18.), und kratzte wenig später nach einem Solo von Ibrahim Weißleder den Puck von der Linie, den die Eisbären bereits im Tor gesehen haben wollten (20.). Dazwischen lag allerdings der Ausgleich, den Richard Mueller per Abstauber für die Frankfurter besorgte (19.).

Doch damit kippte die Partie nicht. Auch wenn der Tabellenführer Dauerdruck entwickelte und Pech bei einem Lattenschuss von Marc Wittfoth hatten (21.) – die Hammer beeindruckten mit unbändigem Kampfgeist, warfen sich in jeden Schuss und hatten in Henning Schroth einen Torwart zwischen den Pfosten, der eine überragende Vorstellung ablieferte. Der enorme Aufwand wurde doppelt belohnt: mit dem Treffer zum 2:1, den Igor Bacek nach einem Konter über Igor Furda und Weißleder erzielte (37.). Und mit den stehenden Ovationen, mit denen die Eisbären-Fans das Team nach dem zweiten Drittel in die Kabine verabschiedeten.

Auch im letzten Abschnitt bot sich das gleiche Bild: Die Frankfurter drückten, die Hammer lauerten auf Konter. Doch nun drehten die Gäste die Partie. Müller mit einem verdeckten Flachschuss (49.) und Christian Wichert nach einem Konter (51.) bescherten den Frankfurtern doch noch drei Punkte. Bei den Eisbären machte sich nun der Kräfteverschließ bemerkbar, dennoch hatten Thomas Richter (57.) und Bacek (60.) noch zwei gute Gelegenheiten. - St

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