Eishockey

Hammer Eisbären spielen die Pre-Playoffs

Eisbären-Torhüter Sebastian May wird noch einmal in den Pre-Playoffs gefordert.
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Eisbären-Torhüter Sebastian May wird noch einmal in den Pre-Playoffs gefordert.

Auch nach der 2:4-Niederlage in Hamburg gegen die Rostock Piranhas ist die Saison für die Hammer Eisbären noch nicht beendet. Das Team von Ralf Hoja rückt als viertes Team in die Pre-Playoffs auf und tritt am Mittwoch entweder bei den Hannover Indians oder bei den Black Dragons Erfurt an.

Hamm – Die Entscheidung fiel am Samstag schon auf der Busfahrt der Hammer Eisbären zum letzten Vorrundenspiel der Eishockey-Oberliga nach Hamburg, wo die Mannschaft von Trainer Ralf Hoja in der 46. Begegnung mit 2:4 (0:0, 1:2, 1:2) gegen Gastgeber Rostock Piranhas die 38. Niederlage kassierte.

Doch die interessierte nur am Rande, denn für den abgeschlagenen Tabellenletzten ist die Saison überraschend noch nicht beendet. Die Eisbären rutschen als Nachrücker in die Pre-Playoff-Runde und treten am Mittwoch (20 Uhr) bei den Black Dragons in Erfurt an. Da die eigentlich bereits für die Endrunde qualifizierten Diez-Limburg Rockets und die Saale Bulls Halle wegen mehrerer Corona-Fälle in eine zweiwöchige Quarantäne gehen mussten und deshalb nicht starten dürfen, zudem auch der mögliche Nachrücker Krefelder EV wegen einiger Covid-19-Fälle nicht spielen darf, nehmen die Eisbären als viertes Team an dieser Runde teil.

„Trainer, Mannschaft und Vereinsführung haben sich einstimmig für eine Teilnahme ausgesprochen“, erklärte Manager Jan Koch, der die positive Stimmungslage im Hammer Lager auf der Hinreise nach Hamburg sondiert hatte. „Wir sind offiziell vom Deutschen Eishockey-Bund gefragt worden. Und wir sind es unseren Fans und Sponsoren einfach schuldig, dass wir diese Möglichkeit wahrnehmen, auch wenn wir natürlich mit Diez-Limburg oder Halle mitfühlen, für die dieses plötzliche Saisonende sehr hart ist.“

Hammer müssen Mehrkosten stemmen

Durch die ungeplante Saisonverlängerung kommen sogar einige Mehrkosten auf die Hammer zu. „Das wird schon ein vierstelliger Betrag, doch wir können das stemmen“, bestätigte Koch. Schließlich müssen die Eisbären einen Bus Erfurt chartern, haben aber durch diese Partie keine Einnahme. Es findet in der Pre-Playoff-Runde nur eine Begegnung statt. Der Sieger qualifiziert sich für das Play-off-Viertelfinale, in dem nach dem Modus best of three gespielt wird. „Das wäre natürlich eine tolle Sache, wenn wir dann auch noch gegen Vorrundenmeister Hannover Scorpions spielen könnten. Im Eishockey, das haben wir in den vergangenen Wochen gesehen, ist vieles möglich“, meinte der Hammer Manager.

In Hamburg gut verkauft

Zumal die Eisbären in den vergangenen Wochen auch gegen die Spitzenteams durchaus akzeptable Ergebnisse erzielt haben. Auch bei den Rostockern, die wegen eines Defekts in ihrer Eishalle nach Hamburg ausweichen mussten, agierten die Eisbären lange auf Augenhöhe, was die fast ausgeglichene Schussstatistik von 45:43 zu Gunsten der Piranhas beweist. „Wir haben wieder einmal unsere hochkarätigen Chancen nicht genutzt“, berichtete Koch, der dennoch nicht unzufrieden war. Schließlich waren die Hammer nur mit dünner Besetzung angereist, weil neben den Langzeitverletzten Kevin Trapp, Michel Maaßen, Ibrahim Weißleder und Thomas Lichnowsky auch noch der angeschlagene Florian Kraus sowie Igur Furda aus beruflichen und Tim Pietzko aus privaten Gründen passen mussten. „Die restlichen Jungs haben sich in Hamburg ganz gut verkauft“, meinte Koch. Für die Eisbären trafen Michal Spacek zum zwischenzeitlichen 1:1 sowie Tobias Schwab zum 2:4-Endstand.

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