Saison-Kehraus bei den Hammer Eisbären

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Die Eisbären möchten zum Abschluss mit den Fans eine Party feiern.

HAMM - Nur noch 14 Spieler stehen Eisbären-Coach Milan Vanek für die beiden letzten Aufgaben in der Eishockey-Oberliga-Endrunde zur Verfügung. Am Freitag, treten die Hammer um 19.30 Uhr beim souveränen Tabellenführer Löwen Frankfurt an, am Sonntag folgt um 18.30 Uhr der letzte Heimauftritt gegen die Hannover Indians.

Verständlich, dass die Eisbären ihr Hauptaugenmerk auf die Begegnung in Werries legen, weil sie sich in Frankfurt nichts ausrechnen. Da geht es laut Vanek nur darum, möglichst lange gut in der Defensive zu stehen und Kräfte für die Aufgabe gegen Hannover zu schonen. „Wir wollen am Sonntag mit den Fans eine schöne Party feiern, den Zuschauern zum Saison-Ausklang noch einmal attraktives Eishockey bieten.“ Und der Coach hofft darauf, dass noch einmal viele Zuschauer in die Halle am Maxipark kommen werden. Allein drei Busse sind aus Hannover angekündigt. „Die Mannschaft hat das verdient. In sportlicher Hinsicht war das die beste Saison, die die Eisbären bisher gespielt haben“, betont Vanek. Immerhin werden die Hammer am Ende dieser Verzahnungsrunde mit dem Norden den guten dritten Platz hinter Frankfurt und Leipzig belegen.

Vanek muss am Wochenende auf die verletzten Marius Pöpel, Andre Mangold und Lukas Becker verzichten. Tim Pietzko steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Deswegen überlegt Vanek, ob er den einen oder anderen Spieler aus der 1b-Mannschaft mit nach Frankfurt nehmen wird.

Fest steht, dass Milan Vanek auch in der kommenden Saison Trainer in Hamm bleiben wird. Zumindest als Chefcoach im Nachwuchsbereich und für die 1b-Mannschaft von Lippe Hockey Hamm. Ob er allerdings dann auch in der Oberliga an der Bande stehen wird, ist derzeit fraglich. Bisher konnten in dieser Hinsicht keine Gespräche stattfinden, da in Werries nach dem angekündigten Rücktritt des Sportlichen Leiters Thorsten Licht und dem bereits vorher erfolgten schleichenden Rückzug der beiden GmbH-Gesellschafter Thomas Thiel und Henning Koschei eine neue Führungsmannschaft gefunden werden muss. „Wir wissen derzeit nicht, wie es weitergeht“, meint Vanek. Da er bereits 40 Jahre im Trainergeschäft arbeitet, ist ihm klar, dass das im Eishockey nichts Ungewöhnliches ist.

Einen gewissen Anteil an den großen Problemen hat laut Vanek auch der Verband. „Diese überflüssige Zwischenrunde hat die kleinen Vereine kaputt gemacht“, beteuert der Coach. „Wenn man in einer Runde gleich viermal gegen so übermächtige Mannschaften wie Frankfurt antreten muss, dann will das irgendwann keiner mehr sehen.“ - P. Sch.

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