Eishockey

Das Aus für die Rockets sorgt für Verwunderung

Eisbären-Trainer Ralf Hoja zeigt wenig Verständnis für die Entscheidung der Politik in Rheinland-Pfalz.
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Eisbären-Trainer Ralf Hoja zeigt wenig Verständnis für die Entscheidung der Politik in Rheinland-Pfalz.

Ob die Hammer Eisbären am Freitagabend beim Krefelder EV antreten werden, entscheidet sich erst am Mittag. Dann sollen die Ergebnisse der Corona-Schnelltests der Krefelder Spieler vorliegen. Derweil wurde den Diez-Limburg Rockets vom Innenministerium in Rheinland-Pfalz der weitere Trainings- und Spielbetrieb untersagt.

Hamm – Paukenschlag in der Eishockey-Oberliga Nord: Das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz hat gut drei Wochen nach dem Saison-Start den Diez-Limburg Rockets den Trainings- und Spielbetrieb untersagt. Mit der Begründung, dass das Land außer der 3. Liga im Fußball keine andere dritte Klasse als Profisport anerkennen würde. Die Rockets haben sich mit dem Deutschen Eishockey-Bund in Verbindung gesetzt und prüfen derzeit alle rechtlichen Möglichkeiten, wie sie gegen diese Entscheidung vorgehen können.

„Dass das Land erst drei Wochen nach dem genehmigten Start zu dieser Erkenntnis kommt, ist nicht zu verstehen“, meinte Hamms Trainer Ralf Hoja, der hofft, dass in naher Zukunft nicht noch andere Bundesländer so reagieren werden.

Für die Eishockey-Vereine ist es ohnehin schon schwer genug, durch diese Corona-Zeit zu kommen. So müssen die Eisbären bis Freitagmittag 12 Uhr warten, um endgültig zu wissen, ob sie am Abend um 19.30 Uhr bei der U 23 des DEL-Klubs Krefelder EV antreten können. Bei allen Spielern der Rheinländer wird am Morgen noch einmal ein Corona-Schnelltest durchgeführt. Nur wenn dieser komplett negativ ausfällt, darf am Abend gespielt werden.

Eisbären erwarten am Sonntag Rostock

Dass das die Vorbereitung auf die Partie für einen Coach nicht gerade erleichtert, ist für Hoja kein Problem. „Wir sollten nicht jammern. Schließlich wollten wir alle unbedingt spielen, deshalb müssen wir jetzt auch diese Unwägbarkeiten akzeptieren“, beteuert der Eisbären-Trainer. „Wenn wir nicht nach Krefeld müssen, werden wir eben trainieren und uns in Ruhe auf das Heimspiel am Sonntag gegen die Rostock Piranhas vorbereiten.“

Geht es nach Hoja, soll am Wochenende der erste Sieg in der Oberliga gefeiert werden. Leichter als am Sonntag (18.30 Uhr) gegen Rostock dürfte das den Hammern bei den noch punktlosen Krefeldern fallen. Schließlich haben die Eisbären in der Vorbereitung schon in Krefeld gewonnen. Doch Hoja warnt: „Der KEV besitzt eine sehr junge Truppe, die besonders ehrgeizig ist, kämpft und viel läuft. Die werden uns alles abverlangen.“

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