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Hammer Eisbären jubeln in Herne

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Von: Günter Thomas

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Zeigte bereits im ersten Spiel seine Scorerqualitäten: Eisbären-Neuzugang Kyle Brothers (rechts), der erst am Dienstag von der EG Diez-Limburg nach Hamm wechselte.
Stark in Herne: Kyle Brothers. © Bruse

Nach 18 Niederlagen in Folge durften die Eisbären in der Eishockey-Oberliga wieder einmal jubeln. Mit 4:3 (1:1, 2:0, 0:2) gewannen die Hammer beim Ligasechsten Herne Miners in der Overtime – den Treffer erzielte David Trivellato zwölf Sekunden vor Ende der Verlängerung.

Herne – „Die Jungs haben leidenschaftlich gefightet“, freute sich Eisbären-Manager Jan Koch. „Aufgrund der Einstellung war der Sieg nicht unverdient.“

Herne begann wie die Feuerwehr, setzte die Gäste fünf Minuten lang unter Druck. „Wir haben ein bisschen gebraucht“, räumte Koch ein, der danach aber eine Hammer Mannschaft sah, die „sich immer besser in die Partie reingearbeitet hat“. Wichtig auch, dass Goalie Daniel Filimonow nach seiner Patellasehnen-Verletzung wieder ins Tor zurückgekehrt war und der Mannschaft ein sicherer Rückhalt war.

Die Eisbären setzten zunehmend Nadelstiche, und nach 15 Minuten setzte sich Defensivmann Fabian Calovi im eigenen Drittel gut durch, spielte den langen Pass auf Artjom Alexandrov – und der war mit einem Schu ss ins lange Ecke erfolgreich.

Dafür, dass die Gäste die Führung nicht mit in die Drittelpause nehmen durften, zeichnete einer verantwortlich, der in der vergangenen Saison noch für Hamm auf dem Eis stand: Kevin Orendorz traf zum 1:1(16.).

Doch die Eisbären zeigten sich nicht geschockt. Das Mitteldrittel hatte gerade begonnen, da stand Chris Schutz goldrichtig. Für die Vorlage hatte Neuzugang Kyle Brothers gesorgt. „Das schnelle Tor hat uns in die Karten gespielt“, freute sich Koch, der danach eine Hammer Mannschaft sah, die gut verteidigte, viel in Bewegung war und vorne Nadelstiche setzte. Dass Herne „mehr vom Spiel“ (Koch) hatte, war gut zu verschmerzen. Als beim 3:1, das Brothers nach abgefälschtem Pass von Marcus Gretz erzielte, das Glück nachhalf (36.), und die Eisbären die folgende Drangperiode in Unterzahl überstanden, sah es für das Schlussdrittel nicht schlecht aus.

Doch ein Doppelschlag innerhalb vo acht Sekunden (43.) durch Michel Ackers und Alexander Komov sorgte für den Ausgleich. In der Overtime war es dann Trivellato, der die Nerven behielt.

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