Eishockey

Hammer Eisbären feiern vierten Saisonsieg

Hammer Eisbären in der Eishockey-Oberliga
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Vierter Sieg für die Eisbären: Gegen Krefeld gewann das Team mit 5:4 in der Overtime.

Hätten am Sonntagabend Zuschauer das Heimspiel der Hammer Eisbären in der Eishockey-Oberliga verfolgen können, es hätte wohl ein rauschendes Fest auf den Rängen gegeben mit zahlreichen La-Ola-Wellen und Gesängen. Denn nach einem 1:3-Rückstand starteten die Schützlinge von Trainer Ralf Hoja eine tolle Aufholjagd und fuhren mit dem 5:4 (1:1, 0:2, 3:1, 1:0)-Erfolg in der Overtime den vierten Saisonsieg ein.

So aber war bei der Schlusssirene nur ein kurzer Jubelschrei der Spieler zu hören, ehe sie alle dem starken Goalie Sebastian May sowie Siegtorschützen Gianluca Balla gratulierten und anschließend in der Kabine verschwanden. „Ich bin zufrieden mit diesem überraschenden Ergebnis, das man nach dem zweiten Drittel nicht erwarten konnte”, meinte der Coach des Liga-Letzten. „Aber man sieht, dass wir in der Liga angekommen sind. Wir sind wettbewerbsfähig.”

Erneut hatten die Eisbären mit einem stark reduzierten Kader antreten müssen. So standen den Gastgebern lediglich zwei Abwehrreihen zur Verfügung, während die Krefelder mit „voller Kapelle“ angereist waren und die Gästeakteure auf ihrer Auswechselbank eng zusammen hockten. „Personell sind wir schon arg gebeutelt”, meinte auch Hoja. Dennoch gehörte die Anfangsphase den Hammern, die gut in die Partie fanden und bereits nach vier Minuten mit 1:0 in Führung gingen. Nach einem Solo von Kevin Orendorz scheiterte Milan Svarc zwar an KEV-Goalie Nils Kapteinat, doch Gianluca Balla stand genau richtig, staubte ab und brachte Hamm in Front.

Anschließend übernahmen die Krefelder die Regie und machten viel Druck auf das Tor der Eisbären. Doch May zwischen den Hammer Pfosten hatte einen klasse Tag erwischt und musste sich lediglich in der elften Minute geschlagen geben, als Marcel Mahkovec zum 1:1 traf. Erst zum Ende des ersten Drittels agierten die Hammer wieder mutiger, doch nach 20 Minuten ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die erste Pause. „Das war nicht nur in diesem Drittel, sondern in der gesamten Partie eine starke Leistung von Sebastian May”, lobte Hoja seinen Keeper.

Der Mittelabschnitt schien dann die Vorentscheidung in dieser fairen Partie zu bringen. Adrian Grygiel hatte gerade seine Strafzeit abgesessen und leitete nur wenige Sekunden nach seiner Rückkehr aufs Eis das 1:2 ein, das Patrick Demetz markierte (22.). Und damit nicht genug. Fünf Minuten später erhöhte Tobias Esch gar auf 1:3 (27.). In der Folgezeit hatten die Hammer beste Möglichkeiten, die Begegnung schon in diesem Drittel noch einmal spannend zu machen. Aber Svarc (27.), Orendorz (28., 36.) und Thomas Lichnovsky (32.) ließen die nötige Entschlossenheit vermissen und wussten ihre Einschussmöglichkeiten nicht zu nutzen. Auch eine zweiminütige Überzahlsituation, als Krefelds Leon Schuster auf der Strafbank saß, brachte für die Eisbären keinen zählbaren Erfolg. „Da war das Spiel fast schon weg. Wir haben da rumgegurkt, waren von der Rolle und fanden überhaupt nicht ins Spiel. Wir wirkten sehr müde. Die Beine von den Jungs waren schwer, wenn sie unter Druck gerieten”, analysierte Hoja später.

Das Verpasste holten die Eisbären dann aber im Schlussabschnitt nach. Zuerst verkürzte Michal Spacek mit einem Schlagschuss von der blauen Linie auf 2:3 (45.). Dann sorgte Svrac für den Ausgleich, als KEV-Goalie Kapteinat den Puck nach einem Spacek-Schuss nach vorne abprallen ließ und der Eisbären-Stürmer zum 3:3 einschob (50.). Und es kam noch besser für die Eisbären, die in diesem Drittel nicht wiederzuerkennen waren und eine famose Leistung zeigten. Fünf Minuten vor dem Abpfiff war Ibrahim Weißleder zur Stelle und schoss zum 4:3 ein (55.). Aber die Freude über mögliche drei Punkte währte nicht lange. Denn als Henry Hoffmann seine Strafe wegen Hakens absaß, kam Krefeld durch Luca Hauf zum 4:4-Ausgleich (58.), so dass es in die Verlängerung ging.

Hier sicherte Balla dann den Gastgebern bereits nach 27 Sekunden die zwei Zähler, als er nervenstark einen Penalty zum 5:4-Sieg verwandelte. „Das war natürlich im letzten Drittel eine tolle Energieleistung von den Jungs. Von daher ist das absolut okay, obwohl es schon ein bisschen ärgerlich ist, dass wir so kurz vor dem Ende noch das 4:4 kassieren und dadurch einen Punkt verlieren”, resümierte Hoja. „Aber ich will nicht meckern. So ein Sieg ist natürlich für die Moral der Truppe sehr gut und tut einfach gut.”

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