Hammer Eisbären gleichen im Regionalliga-Finale aus

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Doppeltorschütze für die Hammer Eisbären in Ratingen: Oliver Kraft.

Ratingen - Als Alexander Schneider den letzten Schuss des Tages für die Ratinger Aliens vergeben hatte, war der Jubel bei den Hammer Eisbären groß. Mit 3:2 (0:1, 1:0, 1:1) nach Penaltyschießen setzte sich die Mannschaft von Trainer Ralf Hoja vor der prächtigen Kulisse von 1 234 Zuschauern im zweiten Play-off-Endspiel der Regionalliga West durch und glich damit in der Best-of-five-Serie zum 1:1 aus. „Die Erleichterung ist sehr groß“, atmete der 2. Eisbären-Vorsitzende Jan Koch nach der dramatischen Partie auf. „Wir mussten das eigentlich klar in 60 Minuten einfahren, weil wir die bessere Mannschaft waren. Aber oft gehen solche Spiele am Ende dann noch schief.“

Mit dem 6:3-Erfolg zum Auftakt der Finalserie in Hamm hatten die Aliens die deutlich besseren Karten. Doch es waren die Eisbären, die im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen engagierter und kämpferischer begannen – und von Beginn an bestimmend und aktiver auf dem Ratinger Eis waren. Das Hoja-Team baute auch den nötigen Druck auf und erarbeitete sich erste Gelegenheiten. Um so größer war der Schock darüber, dass die Gastgeber dennoch in Führung gingen: Nach 14 Minuten wurde die Scheibe vor das Tor gespielt, und von Marvin Mochs Schlittschuh rutschte sie hinter Goalie Sebastian May ins Tor.

Die folgende kurze Ratinger Drangphase überstanden die Hammer und nutzten die Pause, um sich wieder zu sammeln. Danach erarbeitete sich der Gast auch im zweiten Drittel Vorteile, hatte zunächst aber Pech, dass Kevin Thau nur den Pfosten traf (23.). Acht Minuten später durfte der mitgereiste Anhang aber jubeln, als Oliver Kraft vor das Ratinger Tor kurvte und die Scheibe unter dem Schoner von Alien-Goalie Christoph Oster hindurch ins Tor stocherte. In der Folge waren die Eisbären drauf und dran, die Führung zu erzielen. Doch immer wieder war es Oster, der den verdienten Treffer verhinderte.

Im Schlussdrittel sah es zunächst gut für die Hammer aus. Denn nach 45 Minuten war erneut Kraft zur Stelle, als er von Thau im Slot freigespielt wurde und den Puck direkt hinter Oster versenkte. Hamm lag erstmals in Führung – allerdings nur für die kommenden neun Minuten. Dann sorgte ein feiner Konter der Hausherren für den erneuten Ausgleich. Benjamin Hanke bediente Dustin Schumacher, der die Scheibe im Winkel versenkte.

Danach fielen keine Tore mehr – es ging in die Verlängerung, in der beide Teams nur noch mit vier Spielern auf dem Eis agierten. Auch hier erarbeiteten sich die Eisbären Vorteile, drängten auf das Alien-Tor. Doch der Siegtreffer ließ weiter auf sich warten. Im Penaltyschießen wurde das Team belohnt, nachdem Eisbär Robin Loecke als einziger Schütze getroffen hatte, während Hanke, Kuchynka und Schneider auf Ratinger sowie Michel Maaßen auf Hammer Seite vergaben. „Das war hoch spannend“, sagte Koch. „Und verdient, weil wir aggressiv gespielt haben und gut verteidigt – das einzige Manko war, dass wir es nicht vorzeitig entschieden haben.“

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