"Für Gespräche bereit"

Eishalle: Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe

HAMM -   Die Stadt Hamm wehrt sich gegen die von der Kenston-Unternehmensgruppe und dem Verein Lippe Hockey Hamm erhobenen Vorwürfe, dass es in der Eishalle am Maximilianpark gravierende bauliche Mängel geben würde und deshalb die Sicherheit für einen ordnungsgemäßen Sportbetrieb nicht mehr gewährleistet sei. „Diese Vorwürfe sind haltlos“, erklärte Stadtkämmerer und Sportdezernent Markus Kreuz.

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LHH-Vorsitzender Roland Fratczak hatte in einem Schreiben an Maxipark-Geschäftsführer Jörg Rogalla und an den Oberbürgermeister auf angebliche bauliche Mängel und Sicherheitsbedenken hingewiesen. Inzwischen hat Rogalla ebenfalls mit einem Schreiben an Fratczak auf die Anschuldigungen reagiert. „Die von mir für den 10. Juli veranlasste TÜV-Prüfung, für die zuvor eine Kontrolle und vorbeugende Arbeiten durchgeführt wurden, hat ergeben, dass es keine sicherheitsrelevanten Mängel an der Anlage gibt, da sie sonst vom Sachverständigen stillgelegt worden wäre. Insbesondere gilt dieses für die Ammoniak-Überwachungsanlage, die immer in Betrieb war und mit einer ständig besetzten Stelle verbunden ist“, schrieb Rogalla.

„Des weiteren finden in der Versammlungsstätte Eissporthalle in regelmäßigen Abständen die vom Gesetzgeber vorgesehenen wiederkehrenden Prüfungen und Brandschauen durch das Bauordnungsamt und die Feuerwehr statt. Die technischen Anlagen und baulichen Konstruktionen wurden regelmäßig bezüglich ihrer Funktionsfähigkeit und Sicherheit von externen Firmen gewartet. Festgestellte Mängel wurden innerhalb der gesetzlichen Fristen beseitigt“, so heißt es in dem Schreiben weiter.

Stadtkämmerer und Sportdezernent Markus Kreuz.

Wie Sportdezernent Markus Kreuz noch einmal betonte, sei die Stadt Hamm weiter bereit, sowohl mit dem Verein als auch mit der Kenston-Gruppe aus Köln Gespräche zu führen. „Wir lassen uns aber nicht unter Druck setzen, schon gar nicht öffentlich“, betonte der Stadtkämmerer. Zuletzt hatte die Kenston-Gruppe, die den Spielbetrieb der Eishockey-Oberliga-Mannschaft der Eisbären übernommen hat, damit gedroht, in eine andere, benachbarte Eissporthalle auszuweichen. Wie Kreuz betonte, könnte das im Umkehrschluss unter Umständen das Aus für die Eishalle in Werries bedeuten. „Ohne einen Verein können wir den Betrieb nicht aufrecht erhalten“, beteuerte der Stadtkämmerer, der sich weiter für Gespräche, auch mit der Kenston-Gruppe, bereit zeigte: „Die müssen sich nur bei uns melden.“ -  P. Sch.

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