Mäkijärvi und Paunio hoffen auf den krönenden Abschluss

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Lippe-Hockey-Chef Werner Nimmert mit Lari Mäkijärvi und Mikael Paunio (von links).

Hamm - Lari Mäkijärvi und Mikael Paunio wirken äußerlich gelassen. Fast schon finnisch-unterkühlt. Doch wenn die beiden 26-jährigen Skandinavier über das anstehende Wochenende sprechen, über die Möglichkeit, die sich ihnen mit den Hammer Eisbären in der 1. Eishockey-Liga West bietet, dann tauen beide ganz schnell auf.

„Die Play-offs sind das, wofür man das ganze Jahr spielt“, sagt Mäkijärvi. Finals erst recht. Und wenn man die erreicht hat, dann „will man auch Meister werden“. Die Chance haben die Eisbären weiterhin. Zwar liegen die Hammer in der „best of three“-Serie gegen die Ratinger Ice Aliens nach der 4:6-Niederlage am Sonntag mit 0:1 hinten. Aber am Freitag (20 Uhr) können sie durch einen Erfolg in der Eissporthalle am Maxipark ausgleichen – und ein drittes Spiel am Sonntag in Ratingen (Bully wäre um 18 Uhr) erzwingen. Für Mäkijärvi wäre das der krönende Abschluss seiner ersten Saison in Deutschland. „Ich glaube, ich bin als Junior zum letzten Mal Meister geworden“, sagt er.

Damit der bekennende Fan des FC Liverpool seinem sportlichen Lebenslauf einen weiteren Titel hinzufügen kann, bedarf es eines finalen Kraftakts in dieser Saison. Für die beiden Finnen steht fest, dass sich in der Endspielserie „die beiden besten Mannschaften der Liga“ gegenüberstehen. Und sie wissen auch, dass Kleinigkeiten den Ausschlag geben dürften. Nachlässigkeiten, Unkonzentriertheiten wie bisweilen am Sonntag dürfen sich die Eisbären daher nicht erlauben. „Das Spiel hätte auch für uns ausgehen können“, meint Mäkijärvi. „Da haben wir unglückliche Gegentore bekommen“, blickt Paunio zurück.

„Wir müssen härter in unserem eigenen Drittel sein und unseren Goalies helfen. Wenn wir eine gute Defense stellen, dann werden wir auch gewinnen.“ Das sieht Mäkijärvi genauso. Entscheidend werde sein, wie konsequent die Mannschaft vor dem eigenen Tor agiere und die Ratinger Wirkungskreise störe. Dass auf die Schlussleute Marc Fleischer und Sebastian May Verlass ist, weiß der Verteidiger. „Das sind die besten Torhüter der Liga“, betont er. Und in der Offensive „haben wir genug Potenzial und individuelle Qualität“, um die Ice Aliens in Bedrängnis zu bringen.

Dass sich die Finalisten mittlerweile auf Augenhöhe begegnen, ist für die beiden Finnen das Resultat eines Entwicklungsprozesses der Eisbären, mit dem sie den Rückstand auf die favorisierten Rheinländer wettmachten. In der regulären Punkterunde zu Saisonbeginn seien die Ratinger noch einen Schritt voraus gewesen. Auch Paunio und Mäkijärvi, die beide beeindruckt sind von der Fanunterstützung, gerade auch bei Auswärtsspielen, mussten sich erst einmal einfinden.

Das Auslands-Abenteuer verlangte ihnen einiges ab. In allen Bereichen. „Hamm ist sicherlich nicht gerade die Metropole. Aber es ist völlig okay. Wir sind ja hier, um zu arbeiten“, sagt Mäkijärv lächelnd. „Und wir können uns ganz auf Eishockey konzentrieren.“ Das verlangte den beiden Neuzugängen, die sich erst nach der Finalserie intensiv mit ihrer sportlichen Zukunft beschäftigen werden, einen Umstellungsprozess ab, da das Eishockey in Finnland „viel physischer“ sei, erklärt Mäkijärvi. „Aber vielleicht haben wir selbst am Anfang von uns zu viel erwartet.“

Doch nicht nur sie erlebten – zwischenzeitlichen Verletzungsproblemen zum Trotz – einen Schub. Sondern mit Beginn der Endrunde das gesamte Team. „Ab Weihnachten“, sagt Paunio, „haben wir einen Schritt gemacht.“ Was nicht zuletzt Erfolge gegen Ratingen unterstrichen. „Wir haben uns als Mannschaft, von der Teamchemie her entwickelt“, erklärt Mäkijärvi.

In der Summe hat das die Eisbären an diesen Punkt gebracht. Ins Finale. Mit der Chance auf den Titel. Und die soll auf jeden Fall bis zum Sonntag aufrecht erhalten werden. Der Tipp für Freitag? „4:1“, sagt Mäkijärvi. „Es geht nur darum, zu gewinnen. Nicht ums Ergebnis“, kontert Paunio. „Gute Antwort“, entgegnet Mäkijärvi und fügt grinsend hinzu: „Mir wäre dann am Sonntag das Ergebnis egal. 10:9 oder 10:1 – Hauptsache, wir gewinnen.“

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