Eishockey

Kreuzbandriss: Für Dotter ist die Saison beendet

Samuel Dotter wird in dieser Saison nicht mehr für die Hammer Eisbären spielen.
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Samuel Dotter wird in dieser Saison nicht mehr für die Hammer Eisbären spielen.

Die nächste Schockmeldung für die Eisbären: Verteidiger Samuel Dotter fällt nach einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison aus.

Hamm – Die Serie der schlechten Nachrichten reißt für Ralf Hoja, den Trainer der Hammer Eisbären, einfach nicht ab. Auf Michel Maaßen (Bänderriss in der Schulter), der gerade erst aus Kempten verpflichtet worden war, muss der Eishockey-Oberliga-Neuling ebenso mehrere Wochen verzichten wie auf Kevin Trapp (Anriss des Syndesmosebandes).

Während Maaßen und Trapp nicht unter das Messer müssen und sich einer Behandlung auf konventionellem Weg unterziehen, hat es den jungen Deutsch-Tschechen Samuel Dotter schlimmer erwischt. Die zunächst als Meniskusverletzung diagnostizierte Knieblessur stellte sich jetzt bei einer Arthroskopie als Kreuzbandriss heraus. Damit ist die Saison für den Verteidiger gelaufen, er wird sich in den nächsten Tagen einer Operation unterziehen müssen. „Das trifft uns besonders hart. Samuel ist zwar erst 19 jahre alt, war für uns aber nicht nur in der Defensive, sondern auch im Überzahlspiel wegen seines harten Schlagschusses ein sehr wichtiger Mann. Er hat uns schon zuletzt an allen Ecken und Kanten gefehlt“, betont Hoja. Mit seinen drei Treffern zählt der Abwehrspieler bisher auch zu den erfolgreichsten Torschützen.

Der Trainer will nicht jammern

„Ich will nicht jammern, aber im Moment scheint wirklich alles gegen uns zu laufen. Deswegen ziehe ich den Hut vor der Mannschaft. Das, was sie im Moment durchmachen muss, ist eine echte Knochenmühle, so langsam schwinden die Kräfte“, sagt Hoja, dem am Mittwoch (20 Uhr) im kurzfristig angesetzten Nachholspiel bei den TecArt BlackDragons in Erfurt nur 15 Spieler zur Verfügung stehen. Einige, so Hoja, werden wie Mike Ortwein aus beruflichen Gründen passen müssen, da der Bus schon um 13.15 Uhr Richtung Osten fahren wird.

Immerhin werden die Eisbären auch beim Tabellenneunten mit drei kompletten Blöcken antreten können und den Gastgebern so lange wie möglich Widerstand leisten. Die Erfurter haben erst gerade eine Corona bedingte Zwangspause beendet, dabei aber offenbar nicht allzu viel an Substanz verloren. Am Sonntag verkauften sie sich – so der Hammer Trainer – bei der 1:3-Niederlage bei den Tilburg Trappers recht achtbar. „Wir werden, wie eigentlich immer, nur dann eine Chance haben, wenn wir die Zahl der individuellen Fehler minimieren und selbst einmal zumindest unsere großen Chancen nutzen“, betont Hoja, der die Hoffnung auf bessere Zeiten noch nicht aufgegeben hat. „Irgendwann wird auch bei uns einmal der Knoten platzen.“ Vielleicht ja schon in Erfurt.

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