Eisbären verlieren nach starkem ersten Drittel mit 3:7 gegen Ratingen

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Die Hammer Eisbären jubelten nur im ersten Drittel. Danach trafen nur noch die Ratinger.

Hamm - Wieder nichts. Trotz eines traumhaften ersten Drittels haben die Hammer Eisbären in der 1. Eishockey-Liga West auch das Rückspiel gegen die Ratinger Ice Aliens verloren. Das Team von Trainer Daniel Galonska unterlag dem weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer vor 750 Zuschauern in der Eissporthalle am Maxipark mit 3:7 (3:0, 0:3, 0:4). Die Rheinländer beendeten damit Hamms Erfolgsserie von zuletzt sechs Siegen in Folge.

Mehr als einmal rückte am Sonntagabend Schiedsrichter Eugen Berger ins Zentrum des Geschehens und zog den Unmut insbesondere der Eisbären-Fans auf sich. Er verteilte in einer ruppigen Partie 63 Strafminuten: an Hamm 29 plus Spieldauer- und Matchstrafe und an Ratingen 34 plus zwei Spieldauerstrafen. „Der Schiedsrichter hat ab dem zweiten Drittel die Kontrolle über das Spiel verloren“, sagte Galonska, „Aber es hat nicht an ihm gelegen, dass wir verloren haben. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“ Er will in den verbleibenden vier Partien der Runde nun eine neue Siegesserie aufs Eis legen.

Die Gastgeber erwischten einen Start, wie man ihn sich als Trainer kaum schöner vorstellen kann. Bereits in der ersten Minute zog Kevin Thau nach innen und schlenzte den Puck zur 1:0-Führung in den Winkel. Nur fünf Minuten später war es Dustin Demuth, der eine Lücke in der Gäste-Defense erkannte und nach schnellem Antritt mit einem Rückhand-Schuss das 2:0 markierte (6.).

Als Ratingens Lucas Becker, von 2012 bis 2014 in Hamm aktiv, eine Spieldauer-Strafe kassierte (10.), hatten die Eisbären Platz. Martin Köchling zog von der blauen Linie ab (14.), nur eine Minute später traf Thomas Ehlert nach Querpass von Lukas Schäfer das leere Tor nicht (15.). Youngster Kevin Trapp war es schließlich, der die Scheibe aus dem Gewühl heraus zum überfälligen 3:0 über die Linie stocherte (16.). Nur 60 Sekunden später jubelte Oliver Kraft nach einem Schuss aus spitzem Winkel, doch Berger hatte den Puck an der Latte und nicht hinter der Linie gesehen (17.). Dennoch: Die Eisbären waren das klar bessere Team. Die Ratinger hatten im ersten Abschnitt nur Härte entgegenzusetzen.

Das änderte sich aber bald. Die erste Chance des zweiten Abschnitts hatte zunächst noch Andre Mangold, dessen Schuss an den Schonern des Ratinger Goalies hängen blieb – der Puck „verhungerte“ auf der Torline (23.). Doch mit dem Gegenzug nahm das Unheil seinen Lauf. Dennis Fischbach traf flach zum 1:3 (24.), nur eine Minute später klärte Torwart Sebastian May vor dem erneut einschussbereiten Ratinger. Die Eisbären leisteten sich in einem schnellen und zunehmend härteren Topspiel nun mehr Strafzeiten, wodurch sie ihre spielerische Linie verloren. Thau hatte zwar zwei Chancen in Unterzahl (27., 34./Pfosten), doch Zählbares gelang nur den Gästen. Jan-Phillip Priebsch verkürzte in Überzahl auf 2:3 (28.) und Ex-Eisbär Milan Vanek glich mit einem Schuss im Fallen aus (3:3/32.) Kurz vor dem Drittel-Ende gab es erneut Diskussionen, weil Berger bei einem Ratinger Schuss die Linienrichterin überstimmte, die den Puck im Hammer Tor gesehen hatte (37.). Es blieb beim 3:3. Zunächst.

Die erneute Wende gelang den Gastgebern nicht mehr. Im Schlussdurchgang legte Ratingen Tor um Tor nach. Priebsch (45.), Benjamin Musga (49., 53./beide Treffer in doppelter Überzahl) sowie Pascal Behlau (55.) trafen in einem mit Strafzeiten gespickten Drittel. Hamms Miakel Paunio kassierte sogar eine Matchstrafe, nachdem sich sein Laufweg mit dem des Schiedsrichters gekreuzt hatte.

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